Von fruchtig-süß bis herzhaft-pikant mit Gemüse – Knabbersnacks für Kinder gibt es in unzähligen Varianten. In einem Vergleich der AK Oberösterreich schneiden dabei vor allem die Produkte ohne Altersempfehlungen schlechter ab. Sie enthalten häufig zugesetzten Zucker, Salz, Aromen sowie diverse Zusatzstoffe. Auch einige Produkte für Kindergarten- oder Schulkinder sind diesbezüglich nur mäßig empfehlenswert.
Was mit Reiswaffeln und Maisstangen begann, hat sich zu einer bunten Vielfalt im Kinderregal entwickelt. Das Angebot reicht heute von fruchtig-süß bis herzhaft-pikant mit Gemüsegeschmack. Mit Werbebotschaften sowie Abbildungen bunter Früchte und knackigem Gemüse vermitteln viele Produkte ein rundum gesundes Image. Doch wie empfehlenswert sind diese Produkte tatsächlich? Die AK Oberösterreich hat 68 Kinderknabbersnacks miteinander verglichen.
Gesundes Image: oft mehr Schein als Sein
Für den AK-Produktvergleich landeten sowohl Reis- und Maiswaffeln als auch andere Snacks auf Getreide- oder Hülsenfruchtbasis wie Flips, Knusperstangen, Kringel oder kleine Tierformen im Einkaufswagen. Viele Produkte waren mit Altersempfehlungen für Babys ab dem 7. Monat, über ein- bis dreijährige Kinder bis hin zum Grundschulalter gekennzeichnet. Manche hatten keine Altersempfehlung. Allen gemeinsam ist: Mit ihren Namen oder bunten Bildern auf der Verpackung vermitteln sie fruchtigen und/oder gemüsigen Genuss. Ein genauer Blick zeigt jedoch: Mit hochwertigem Obst oder Gemüse haben die Produkte nur wenig zu tun.
- Die vielfach beworbene Süße aus Früchten und Gemüse stammt bei 26 der 68 Produkte aus Saftkonzentraten, sechs Produkte enthalten sogar zugesetzten Zucker und/oder Sirup. Entsprechend stark variiert der Zuckergehalt von 0,9 bis 30,8 Gramm pro 100 Gramm.
- Große Unterschiede zeigen sich auch beim Fettgehalt. Je nachdem, ob und in welcher Menge Speiseöle verarbeitet wurden, liegt der Fettgehalt der Snacks zwischen rund 0,7 und 30 Prozent. Entsprechend variiert auch der Energiegehalt der Produkte von 324 bis 531 kcal/100 Gramm.
- Darüber hinaus wird dem Geschmack bei sieben Produkten mit Aromen nachgeholfen und in zwei Fällen wird mit Farbstoffen getrickst. Zudem finden sich in den Zutatenlisten weitere Zusatzstoffe wie Emulgatoren (ein Produkt) oder Säureregulatoren (vier Produkte). Aber auch beim Salz wird bei den Kinderprodukten nicht gespart. So weisen fünf Produkte einen mittleren, eines sogar einen hohen Salzgehalt auf.
Klein, knusprig, teuer Auf den ersten Blick wirken die Kinderknabbereien mit ihren kleinen Packungen von durchschnittlich 30 Gramm nicht sehr teuer. So kosten die Produkte im Test etwa zwischen 75 Cent und 2,99 Euro. Umgerechnet auf 100 Gramm variieren die Preise allerdings von 1,25 bis zu 9,93 Euro.
Besser frisch als fertig
Fertige obst- oder gemüsehaltige Knabbersnacks wirken zwar gesund, sind aber stark verarbeitet. Saftkonzentrate ersetzen kein frisches Obst oder Gemüse, sondern erhöhen den Zuckergehalt und gewöhnen schon früh an einen süßen Geschmack. Vor allem die Produkte der Non-Food-Diskonter oder jene für größere Kinder enthalten oft zugesetzten Zucker, Salz, Aromen oder Zusatzstoffe. Gelegentlich ist der Verzehr unproblematisch. Wesentlich empfehlenswerter sind jedoch geschmacksneutrale und salzarme Getreidesnacks zusammen mit frischem Obst oder Gemüse.
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