FPÖ – Kickl: „Bei der nächsten Wahl treten nur mehr zwei Parteien gegeneinander an!“

Vor tausenden begeisterten Anhängern in der bis auf den letzten Platz gefüllten Jahn-Turnhalle in Ried im Innkreis hielt FPÖ-Bundesparteiobmann und Klubobmann NAbg. Herbert Kickl heute seine traditionelle Rede zum Politischen Aschermittwoch. In einer schonungslosen Abrechnung mit der Verlierer-Ampel aus ÖVP, SPÖ und NEOS schwor Kickl die freiheitliche Gesinnungsgemeinschaft auf eine „Richtungs- und Schicksalswahl“ ein und präsentierte seine Vision eines „Systemwechsels“ für Österreich.

Gleich zu Beginn grüßte Kickl die ÖVP, die im Gegensatz zur FPÖ ihre Säle nicht mehr füllen könne. Während die Freiheitlichen in der größten Halle Kärntens feierten, müsse die ÖVP ihre Veranstaltung „dort abhalten, wo bei uns die Garderobe gewesen ist. Gleich neben dem Besenkammerl, und das ist noch zu groß.“ Mit seiner neuen Parteihymne sei er als „Hitparaden-Stürmer“ sogar in die Ö3-Charts eingestiegen, was am Küniglberg für „Alarmstufe Rot“ gesorgt habe. Für die Konkurrenz hatte er musikalische Vorschläge parat: „Immer rückwärts SPÖ, das passt für die Roten mit dem Babler. Und für die Schwarzen, da würde sich ein Klassiker anbieten: Spiel mir das Lied vom Tod.“

Scharfe Kritik übte Kickl an der Aussage von Kanzler Stocker, die „gute alte Zeit“ sei vorbei und Österreich als „Insel der Seligen“ eine Illusion. Dies sei ein „riesen Schwachsinn“, so Kickl: „Diese gute alte Zeit, die hat es tatsächlich gegeben. Die war in unserem Land real. Wir waren einmal ein Land, in dem die Leute mit dem Geld, das sie verdient haben, ausgekommen sind. Wir waren einmal ein Land, wo wir Herren im eigenen Haus gewesen sind und wo unsere Regeln gegolten haben. Und wir waren ein Land, in dem es keinen Islamismus, keine Massenvergewaltigungen, keine Amokläufe, keine Attentate, keine Terroranschläge gegeben hat. Das war eine Zeit der Geborgenheit.“ Anstatt diese Zeit zu vergessen, müsse man sie neu beleben und „die guten Zeiten zu den neuen Zeiten der Zukunft machen.“

Die Politik der Regierung sei hingegen ein Totalversagen. Der Kanzler wolle das Land „aus der Krise herausmeditieren“. Wenn Stocker Buddha spielen wolle, „dann soll er sich eine orange Kutte überwerfen und in so ein fernöstliches Kloster eintreten“. Die TV-Quoten seiner „Rede zur Zukunft der Nation“ hätten das Desaster offenbart: „Nach dem Stocker kam das Wetter, und da haben die Leute dann wieder eingeschaltet. Wenn es dir so geht als Bundeskanzler, kannst du dich eigentlich nur mehr eingraben!“ Die Entlastungsmaßnahmen der Regierung seien ein „billiger Witz“. Man müsse „260 Eier verdrücken“, um sich fünf Euro zu ersparen.

Auch die oberösterreichische ÖVP unter Landeshauptmann Stelzer wurde nicht verschont, da dieser der Bevölkerung die „Verlierer-Ampel in Wien federführend mit eingebrockt“ habe. Dem ÖVP-Klubobmann August Wöginger, der freiheitliche Anhänger als „Fandlschwinger ohne Zähne und mit zerrissenen Hosen“ beschimpft hatte, richtete Kickl aus: „Es ist immer noch besser, wenn man keine Zähne im Mund hat, als wenn man kein Herz in der Brust hat und kein Hirn im Kopf, so wie diese Verliererampel!“

Als Gegenentwurf zur Politik der Systemparteien präsentierte Kickl seinen „Phönix-Plan für Österreich“, der einen umfassenden „Systemwechsel“ und eine „Dritte Republik“ einleiten solle. Zu den Kernpunkten zählten ein sofortiger Stopp aller Steuererhöhungen, ein „Staatsbegräbnis“ für den Green Deal, eine hundertprozentige, in der Verfassung verankerte Neutralität und der Bau der „Festung Österreich“. Man müsse mit dem „eisernen Besen durch die Bürokratie fahren“ und sich von allem trennen, was die Bevölkerung nicht brauche – von der ORF-Haushaltsabgabe über Millionen für „dubiose NGO-Projekte“ bis hin zu „Milliardengeschenken für die Ukraine“.

Besonders im Gesundheits- und Asylbereich prangerte der FPÖ-Chef untragbare Zustände an. Während Österreicher auf Operationen warten, leiste man sich gleichzeitig Millionen Behandlungen für Ausländer. „Wir hatten 22 Millionen Krankenhausbehandlungen in den letzten zehn Jahren für Gastpatienten, die so gut wie gar nichts eingezahlt haben. Für Afghanen, für Syrer, für Pakistaner, Inder, Afrikaner, Türken, Iraner, Iraker und Ukrainer“, rechnete Kickl vor. Diese würden nicht nur das Standardprogramm, sondern auch „die Psychotherapie, die Schönheitskorrektur oder die künstliche Befruchtung“ erhalten. Kickls Schlussfolgerung: „Dieses System ist krank und deswegen werden wir diejenigen sein, die es wieder auf gesunde Beine stellen.“

Im Kampf gegen die illegale Massenzuwanderung kündigte Kickl einen radikalen Kurswechsel an. Es brauche einen „Asylstopp für Völkerwanderer und Deattraktivierung für all diejenigen, die schon da sind.“ Für jene, die sich nicht integrieren wollen und das Land gefährden, sei Remigration das Gebot der Stunde: „Natürlich brauchen wir Remigration. Und zwar für all diejenigen, die schon da sind, aber die eigentlich nicht hierhergehören. Weil sie uns nämlich mit ihrem Verhalten beweisen, dass sie uns verachten, dass sie uns ausnutzen, dass sie uns gefährden und dass sie uns zerstören. Und da werden wir dann einen Flieger brauchen. Aber keine „Air Force One‘ für einen Präsidenten, sondern eine ‚Airbert One‘. Mit der ‚Airbert One‘ werden wir dann alle ausfliegen, die in diesem Land nichts verloren haben.“

Durch die Bildung der Verlierer-Ampel sei für die Österreicher nun glasklar, dass es eine Einheitspartei der Systemparteien gebe. „Bei der nächsten Wahl, da treten nicht mehr vier oder fünf oder sechs Parteien gegeneinander an. Nein, bei der nächsten Wahl treten nur mehr zwei Parteien gegeneinander an: Die Freiheitliche Partei auf der Seite der Bevölkerung und alle anderen als Einheitspartei auf ihrer eigenen Seite“, erklärte Kickl unter dem tosenden Applaus der Anwesenden und zeigte sich siegessicher: „Der Systemwechsel ist möglich. Klare Verhältnisse sind möglich. Die guten Jahre für Österreich sind möglich. Wir sind nur noch eine einzige Nationalratswahl davon entfernt. Und dann zünden wir ihn, unseren Phönix-Plan für Österreich, vom ersten Tag eines freiheitlichen Volkskanzlers an!“

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