Erste begleitende Ausstellung zum Eurovision Song Contest 2026: ‚United by Queerness‘ im Qwien

Mit ‚United by Queerness – Die Song Contest Ausstellung' zeigt das Qwien – Zentrum für queere Kultur und Geschichte – erstmals eine begleitende Ausstellung zum Eurovision Song Contest 2026 in Wien. Die Schau eröffnet am 19. Februar und widmet sich dem Wettbewerb als kulturellem, queeren und zeitgeschichtlichen Phänomen. Präsentiert wurde das Projekt heute im Rahmen einer Pressekonferenz mit Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler, Hannes Sulzenbacher, kuratorischer Leiter des Qwien, sowie den Kuratoren Marco Schreuder und Alkis Vlassakakis. Kaup-Hasler betonte die besondere Rolle der Ausstellung im Rahmen des ESC-Jahres: „Der Eurovision Song Contest ist weit mehr als ein Musikwettbewerb. Er ist seit Jahrzehnten ein Ort, an dem Fragen von Identität, Zugehörigkeit und Sichtbarkeit öffentlich verhandelt werden. Dass Wien dieses internationale Großereignis erstmals mit einer eigenen Ausstellung im Qwien begleitet, unterstreicht den kulturellen Anspruch der Stadt.“

Qwien als Ort der Einordnung und Vermittlung

Für Hannes Sulzenbacher steht die Ausstellung im direkten Zusammenhang mit der Arbeit des Hauses: „Qwien versteht sich als Ort, an dem queere Geschichte dokumentiert und vermittelt wird. Mit ‚United by Queerness‘ greifen wir ein internationales Pop-Phänomen auf und ordnen es historisch ein. Der Eurovision Song Contest ist seit Jahrzehnten ein kultureller Treffpunkt für Generationen. Er funktioniert gleichzeitig als Familienshow und als queerer Ausnahmeevent– diese Entwicklung sichtbar zu machen, ist Teil unseres Auftrags.“ Die Ausstellung zeige, wie eng Popkultur, Mediengeschichte und gesellschaftliche Veränderungen miteinander verbunden sind und wie sehr der ESC auch für viele Menschen in Österreich identitätsstiftend gewirkt habe.

Ausstellung als Spiegel von Pop und Zeitgeschichte

Die beiden Kuratoren, ausgewiesene Song-Contest-Experten, erläuterten ihren Zugang zur Ausstellung. „Wir erzählen den Eurovision Song Contest als Teil europäischer Zeitgeschichte“, erklären Marco Schreuder und Alkis Vlassakakis. „Von den Spannungen des Kalten Kriegs über politische Statements auf der Bühne bis hin zu aktuellen Debatten rund um den ESC 2026 zeigt die Ausstellung, wie eng Popkultur und gesellschaftliche Entwicklungen miteinander verflochten sind.“

Zum ersten Mal ist unter anderem die originale Siegermedaille des Eurovision Song Contest aus dem Jahr 1961 zu sehen. Ergänzt wird die Ausstellung durch legendäre Kostüme aus mehreren Jahrzehnten, das bekannte „Equality“-T-Shirt von Philipp Hansa sowie zahlreiche weitere historische Objekte, Fotografien und audiovisuelle Stationen.

Die Ausstellung spannt einen Bogen über sieben Jahrzehnte Eurovision Song Contest und verbindet Community-Erinnerungen mit politischen und kulturellen Entwicklungen. Sie richtet sich an ESC-Fans ebenso wie an kulturhistorisch Interessierte und lädt dazu ein, den Wettbewerb als mehrschichtigen Resonanzraum neu zu entdecken.

Informationen zur Ausstellung:
United by Queerness – Die Song Contest Ausstellung

Laufzeit: 19. Februar bis 24. Mai 2026
Ort: Qwien, Ramperstorffergasse 39, 1050 Wien
Öffnungszeiten: DO 13 – 20 Uhr | FR – SO 13 – 18 Uhr

Erweiterte Öffnungszeiten während des ESC:
4. Mai bis 17. Mai täglich 13 – 18 Uhr, DO bis 20 Uhr

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