Wenn sich mit dem voranschreitenden Klimawandel Naturkatstrophen häufen, muss die Technologie mithalten: Die Interdisciplinary Transformation University (IT:U) in Linz forscht im EU-Projekt TEMA an einer KI-basierten Plattform, die öffentlich verfügbare Social-Media-Daten mit Satellitenbildern kombiniert. Das Ziel: Schnelle Bereitstellung digitaler Informationen bei Hochwasser und anderen Krisen für Einsatzkräfte.
Die Forschungsgruppe GeoSocial AI rund um IT:U Gründungsprofessor Bernd Resch forscht als Teil des 11,3 Millionen Euro schweren EU-Projekts TEMA an einer KI-Lösung für den Katastrophenschutz. Nach mehreren Projektphasen und wegweisenden Zwischenergebnissen bei der KI-gestützten Analyse von Social-Media-Daten zur Identifikation von Katastrophen-Hotspots geht das vierjährige Forschungsprojekt mit 19 Partnerorganisationen in ganz Europa in sein finales Jahr. „Im Ernstfall zählt jede Minute. Unser Ziel ist es, Einsatzleitungen mit TEMA schneller ein verlässliches Lagebild zu liefern, damit Ressourcen gezielter eingesetzt werden können. Die Kombination aus Satellitendaten und anonymisiert ausgewerteten Social-Media-Hinweisen verkürzt die Zeit dabei von mehreren Stunden auf wenige Minuten“
, berichtet Bernd Resch, IT:U Gründungsprofessor für GeoSocial AI.
Social Media als Frühindikator bei Katastrophen
Binnen Minuten nach einem Starkregenereignis posten Betroffene erste Fotos und Videos von überfluteten Straßen auf TikTok und Co. Resch und sein Team erforschen, wie sich solche öffentlich zugänglichen Beiträge aus sozialen Medien mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz datenschutzkonform aufbereiten und auswerten lassen. Sie liefern damit sehr früh Hinweise darauf, welche Gebiete besonders stark betroffen sind. So kann im Ernstfall wertvolle Zeit gewonnen und der Schaden für Bevölkerung und Infrastruktur möglichst geringgehalten werden. In der Praxis bewährt hat sich das zuletzt bei der 20. NATO-Notfallmanagementübung in Bulgarien im September 2025, bei der erstmals aktiv Forschungseinrichtungen einbezogen wurden. Vier weitere groß angelegte Übungen folgen 2026, um mit Forschung und Technologie den Katastrophenschutz in Österreich und Europa nachhaltig zu stärken.
KI-Abend: Was passiert mit unseren Daten?
Beim KI-Abend im IT:U Digital City Studio können Interessierte mehr dazu erfahren, welche Spuren Nutzer:innen täglich mit digitalen Technologien hinterlassen, wie sie erfasst und verarbeitet werden.
Datum: 25.02.2026, 18:00 Uhr
Art: Vorträge und Diskussionen
Ort: IT:U Digital City Studio
Pfarrgasse 9
4020 Linz
Österreich
URL: https://it-u.at/en/events/ai-evening-what-happens-to-our-data-2/
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