Die angekündigten Verzögerungen bei der Auszahlung der Lehrlingsförderung sind für viele Ausbildungsbetriebe ein massiver Vertrauensbruch. Wenn bereits genehmigte Fördermittel aufgrund fehlender Budgetmittel nicht ausbezahlt, sondern in spätere Zeiträume verschoben werden, ist das kein administrativer Nebeneffekt, sondern eine handfeste Belastung für die Betriebe.
Gerade kleine und mittlere Unternehmen finanzieren die Ausbildung junger Menschen vor, tragen Lohnkosten, Infrastruktur- und Betreuungskosten und kalkulieren mit klar zugesagten Förderungen. Werden diese Mittel zurückgehalten, entsteht ein unmittelbarer Druck auf die Liquidität. Wer so agiert, zwingt Unternehmer faktisch dazu, dem Staat einen zinslosen Kredit zu gewähren.
Die Freiheitliche Wirtschaft fordert volle Transparenz über das Ausmaß der betroffenen Anträge, einen verbindlichen Auszahlungsplan sowie eine nachhaltige budgetäre Absicherung der Lehrlingsförderung für die kommenden Jahre. Fachkräftesicherung beginnt nicht bei Sonntagsreden, sondern bei verlässlichen Rahmenbedingungen.
„Es ist nicht akzeptabel, dass Ausbildungsbetriebe für budgetpolitische Versäumnisse geradestehen sollen. Wer genehmigte Förderungen verzögert, betreibt finanzielle Verschiebepolitik auf Kosten jener Unternehmen, die täglich Leistung erbringen und Verantwortung übernehmen. Unsere Betriebe sind keine Liquiditätsreserve des Staates. Wer Ausbildung fordert, muss Wort halten – alles andere ist wirtschaftspolitisch fahrlässig“, so Bundesfachrat KommR Friedrich Reinbold abschließend.
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