Die erst 1 Jahr und 11 Monate alte Katze Meera kämpfte vor wenigen Tagen um ihr Leben. Während ihrer Trächtigkeit – etwa zur Hälfte der Schwangerschaft – kam es plötzlich zu starken inneren Blutungen in der Gebärmutter. Innerhalb kürzester Zeit verlor Meera so viel Blut, dass nur eine sofortige Bluttransfusion und eine Notoperation ihr Leben retten konnten.
Für Meera kam Hilfe in letzter Minute. Ihre Besitzer:innen sahen sich außerstande, die hohen Kosten des lebensrettenden Eingriffs zu tragen – eine Euthanasie stand im Raum. Tierschutz Austria, der Wiener Tierschutzverein, übernahm den Fall umgehend und sagte die Kostenübernahme zu, um Meera eine Überlebenschance zu geben.
„Das ist ein Schicksal, das wir leider viel zu oft erleben: Tiere, die medizinisch behandelbar wären, sollen eingeschläfert werden, weil die finanziellen Mittel fehlen. Das können und wollen wir nicht akzeptieren
“, sagt Stephan Scheidl, Tierheimleiter von Österreichs größtem Tierheim.
In der Tierklinik wurde Meera sofort intensivmedizinisch versorgt. Eine Bluttransfusion stabilisierte ihren Kreislauf, anschließend folgte eine Notoperation. Die Diagnose: eine Torsio uteri – eine seltene und hochgefährliche Drehung der Gebärmutter, bei der Blutgefäße abgeschnürt werden und es rasch zu massiven inneren Blutungen kommt.
Für die ungeborenen Kitten kam jede Hilfe zu spät. Nach dem notwendigen chirurgischen Eingriff befindet sich Meera nun auf dem Weg der Besserung.
Die Operation sowie die Bluttransfusion verliefen erfolgreich, ihr Zustand ist aktuell den Umständen entsprechend stabil. Meera wird weiterhin engmaschig überwacht und medizinisch betreut.
„Dass Meera diese dramatische Situation überlebt hat, ist kein Zufall, sondern das Ergebnis schneller Hilfe, medizinischer Expertise – und einer Blutspende einer anderen Katze. Sie ist eine stille Heldin dieser Geschichte
“, betont Scheidl. Sobald Meera stabil genug ist, wird sie ins Tierschutzhaus Vösendorf übersiedeln, wo sie weiter versorgt und behutsam aufgepäppelt wird. Erst nach vollständiger Genesung kann an ein neues, sicheres Zuhause gedacht werden.
Kastration hätte Leid verhindert
Der Fall Meera zeigt auch ein strukturelles Problem: Eine rechtzeitige Kastration hätte dieses Leid verhindert.
In Österreich gilt Kastrationspflicht für Freigängerkatzen – zum Schutz der Tiere und zur Vermeidung unkontrollierter Vermehrung sowie schwerer gesundheitlicher Risiken. Tierschutz Austria appelliert eindringlich an alle Katzenhalter:innen, diese Pflicht ernst zu nehmen und Verantwortung zu übernehmen.
Hilfe für Notfälle wie Meera
Meera ist leider kein Einzelfall. Um auch künftig in akuten medizinischen Notfällen helfen zu können, ist Tierschutz Austria auf Spenden angewiesen. Jede Unterstützung trägt dazu bei, Leben zu retten.
Fotos (honorarfrei)
Katze Meera
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