Vorschau Rechnungsabschluss 2025: Stadt Wien konnte Defizit um weitere 450 Millionen Euro verringern

Im Rahmen eines vierteljährlichen Quartalsberichts an den Gemeinderatsausschuss für Finanzen kann die Stadt Wien eine erneute Verbesserung der vorläufigen Rechnungsabschluss-Zahlen für 2025 vermelden.

„Die budgetäre Situation ist für alle Gebietskörperschaften herausfordernd. Wir bekennen uns zur Konsolidierung, aber Konsolidierung wird nur dann erfolgreich sein, wenn wir gleichzeitig die Beschäftigung steigern, das Wirtschaftswachstum ankurbeln und wichtige Investitionen in Zukunftsbranchen tätigen können. Das ist eine herausfordernde Aufgabe, aber Wien zeigt, dass es möglich ist, das erfolgreich zu meistern. Privatisierungen kommen nicht infrage.“, so Bürgermeister Michael Ludwig.

„Wien beweist, dass verantwortungsvolle Finanzpolitik und soziale Sicherheit Hand in Hand gehen können. Wir schaffen den Balanceakt zwischen finanzieller Stabilität und dem Erhalt der höchsten sozialen Standards für unsere Wienerinnen und Wiener, weil wir uns auch im Budget 2026 für eine starke Daseinsvorsorge und hohe Lebensqualität verpflichtet haben. Gleichzeitig nutzen wir das zarte Pflänzchen des wirtschaftlichen Aufschwungs, um Investitionen in Zukunft und Arbeitsplätze zu sichern. Unser Ziel: Stabilität schaffen, Vertrauen sichern und gleichzeitig die Zukunft unserer Stadt gestalten.“, so Finanzstadträtin Barbara Novak.

Defizit 2025 um eine Milliarde reduziert. Geschätzte Reduktion der Zinsbelastung von bis zu 50 Millionen Euro.

Das vorläufige Defizit der Stadt Wien für das Rechnungsjahr 2025 beträgt zum heutigen Stand 2,8 Milliarden Euro. Damit konnte das zu Beginn des vergangenen Jahres prognostizierte Defizit von 3,8 Milliarden Euro um eine Milliarde unterschritten werden. Das im November 2025 prognostizierte Budgetdefizit von etwa 3,25 Milliarden Euro konnte somit um weitere 450 Millionen Euro unterschritten werden.

Das hat auch Auswirkungen auf den prognostizierten Schuldenstand 2025 der Stadt Wien. So ist zum jetzigen Zeitpunkt davon auszugehen, dass der Schuldenstand Ende 2025 nicht 14,9 Milliarden sondern voraussichtlich 14,4 Milliarden betragen und damit um rund 500 Millionen Euro geringer ausfallen wird. Allein diese Reduktion des prognostizierten Schuldenstandes wird voraussichtlich zu einer Reduktion der Zinsbelastungen von bis zu 50 Millionen Euro führen.

Damit bleiben die Finanzen der Stadt Wien weiterhin äußerst stabil. Dem prognostizierten Schuldenstand von 14,4 Milliarden Euro steht ein Gesamtvermögen von über 38 Milliarden Euro gegenüber. Damit liegt Wien bei der Verschuldung (pro Kopf als auch in Prozent der Wirtschaftsleistung) weiterhin solide im Mittelfeld aller Bundesländer.

Neben dem strengen aber gleichzeitig sozial behutsamen Budgetvollzug hat auch die starke Entwicklung der Bundeshauptstadt bei Beschäftigung und Wirtschaftswachstum zu einer Verbesserung der Kennzahlen in Wien geführt. Seit 2023 hat lediglich Wien ein durchgängiges Wirtschaftswachstum verzeichnet. 70 Prozent aller zusätzlichen Beschäftigungsverhältnisse in Österreich entfallen auf die Bundeshauptstadt.

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