Angesichts zunehmender klimawandelbedingter Extremwetterereignisse zieht das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft (BMLUK) eine Bilanz zum Ausbau des Hochwasserschutzes im Jahr 2025. Der Schutz von Menschen, Infrastruktur und Siedlungen bleibt dabei oberste Priorität der österreichischen Wasserwirtschaft.
Umwelt- und Wasserminister Norbert Totschnig betont: „Mit gezielten Investitionen in den Hochwasserschutz stärken wir die Sicherheit der Bevölkerung, schützen Infrastruktur und setzen gleichzeitig auf Vorsorge und Klimaanpassung. Nachhaltiges Hochwasserrisikomanagement ist eine Investition in die Zukunft unseres Landes.“
Im Jahr 2025 wurden Fördermittel in der Höhe von 338 Mio. Euro für Wasserinfrastruktur-Projekte bewilligt, davon 134,4 Mio. Euro speziell für Hochwasserschutzprojekte. Damit wurden insgesamt 514 Projekte für einen vorbeugenden Hochwasserschutz sowie für die Instandhaltung bestehender Anlagen gesichert.
Herausragende Beispiele für den Hochwasserschutz 2025
Ein starkes Beispiel für den Hochwasserschutz 2025 ist der Start des gemeindeübergreifenden Projekts an der Brixentaler Ache im Tiroler Unterland. Sieben Gemeinden sollen künftig vor einem 100-jährlichen Hochwasser geschützt werden und mehr als 180 Gebäude sowie zentrale öffentliche Einrichtungen abgesichert. Allein für den ersten Bauabschnitt stellt das BMLUK rund 10,5 Mio. Euro bereit. Mit Dämmen, Mauern, Uferschutzmaßnahmen, einer neuen hochwassersicheren Brücke sowie einem Retentionsbecken zum gezielten Rückhalt von Hochwasserspitzen leistet das Projekt einen unverzichtbaren Beitrag zur Sicherheit der Bevölkerung sowie zum Schutz der Infrastruktur.
Ein weiteres Großprojekt startete 2025 im oberösterreichischen Attergau. Große Retentionsbecken und ein Rückhaltevolumen von rund 700.000 m³ schützen künftig mehrere Gemeinden vor einem 100-jährlichen Hochwasser. Rund 850 Menschen und 286 Objekte profitieren von den neuen Maßnahmen. Das Projektvolumen beträgt etwa 22 Mio. Euro, wovon das BMLUK rund 11 Mio. Euro trägt. Die Kombination aus technischen Schutzmaßnahmen und ökologischen Aufwertungen leistet auch hier einen wesentlichen Beitrag für das größte Hochwasserschutzprojekt im Salzkammergut.
Neben dem Start neuer Großprojekte konnten 2025 auch zentrale Hochwasserschutzvorhaben abgeschlossen werden. Mit der Eröffnung des Hochwasserschutzprojekts Zwölfaxing in Niederösterreich wurde ein jahrzehntelang vorbereitetes Vorhaben erfolgreich umgesetzt, das die Gemeinde nun vor einem 100-jährlichen Hochwasser schützt. Das BMLUK finanzierte mit rund 15,1 Mio. Euro den Großteil der Gesamtkosten von 18 Millionen Euro. Das Projekt an der Schwechat ist ein Paradebeispiel, wie Hochwasserschutz, Naturschutz und Naherholung erfolgreich miteinander verbunden werden können.
Der Ausbau erfolgt im Rahmen des Aktionsprogramms „Zukunft Hochwasserschutz 2024+“, das Technik, Ökologie und Information verbindet. Ergänzend stärkt die Kampagne „Hochwasser – ich schütze mich!“ das Bewusstsein in der Bevölkerung.
Umwelt- und Wasserminister Norbert Totschnig verweist in Bezug auf die Eigenvorsorge auf die Online-Plattformen HORA und eHYD: „Moderner Hochwasserschutz bedeutet heute mehr als bauliche Maßnahmen allein. Mit Plattformen wie HORA und eHYD stellen wir der Bevölkerung, den Gemeinden und Einsatzorganisationen verlässliche, frei zugängliche Informationen zur Verfügung von Gefahrenzonen bis hin zu aktuellen Wasserständen. Diese digitalen Werkzeuge verbessern die Planungssicherheit und helfen, Risiken frühzeitig zu erkennen. Information und Prävention sind damit ein zentraler Bestandteil unseres integralen Ansatzes des Hochwasserrisikomanagements.“
HORA – Natural Hazard Overview & Risk Assessment Austria
eHYD – der Zugang zu hydrographischen Daten Österreichs
Hochwasser – ich schütze mich! – Wasseraktiv
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