Der Valentinstag zählt zu den wichtigsten Anlässen, um Gefühle auszudrücken. Blumen spielen dabei seit jeher eine besondere Rolle, denn Blumen sagen bekanntlich mehr als 1000 Worte. „Sie verbinden Tradition mit individueller Aussagekraft und machen mit ihrer Vielfalt an Farben, Formen und Düften Emotionen auf einzigartige Weise erlebbar“, sagt Monika Burket, Berufsgruppensprecherin der Österreichischen Blumengroßhändler:innen.
Ob klassischer Rosenstrauß, zarte Frühlingsblumen oder individuell gestaltete florale Arrangements: Blumengeschenke stehen für Nähe und persönliche Wertschätzung. „In einer digitalen und schnelllebigen Zeit gewinnen solche persönlichen Gesten zunehmend an Bedeutung“, ist Burket überzeugt.
Große Vielfalt an floralen Valentinsgeschenken
Auch wenn rote Rosen weiterhin als Symbol der Liebe gelten, zeigt sich der Valentinstag heute deutlich vielfältiger. Saisonale Blumen, natürliche Arrangements und sanfte Farbwelten entsprechen dem Wunsch nach Individualität. Tulpen, Ranunkeln, Narzissen, Primeln oder Hyazinthen aus heimischer Produktion bringen Frische und Frühlingsstimmung in die Winterzeit. Ergänzt durch Grünmaterialien entstehen ruhige, natürliche Kompositionen. Immer mehr Menschen entscheiden sich bewusst für Blumen, die zur beschenkten Person passen. „Eine persönliche Geste, die zeigt, ich habe mir Gedanken gemacht“, so Burket.
Zudem werden Blumen längst nicht mehr ausschließlich in Paarbeziehungen verschenkt, sondern viele wollen auch Freund:innen, Familienmitgliedern oder sich selbst eine Freude machen. „Ein Blumengruß ist ein Zeichen der Zuneigung – unabhängig von Beziehung oder Anlass“, sagt die Branchensprecherin.
Farbtrends 2026: Ruhe trifft Lebensfreude
Die Trendfarbe „Cloud Dancer“, ausgewählt vom Pantone-Institut, ist ein heller, warmer Off-White-Ton, der für Ruhe und Harmonie steht. Er kann pur eingesetzt werden oder mit sanften Pastell- oder Naturtönen kombiniert werden und wirkt Cloud Dancer beruhigend und verbindend.
„Crimson Nature“, ein von der Onlineplattform Thursd.com favorisierter Farbtrend, ist ein intensiver, erdiger Rotton, der für Tiefe, Sinnlichkeit und Ausdrucksstärke steht. Er verleiht floralen Gestaltungen eine emotionale, zugleich elegante Wirkung und lässt sich gut mit natürlichen Materialien, dunklen Grüntönen oder warmen Braunnuancen kombinieren.
„Lemonade“ wiederum, ausgewählt von der Trendagentur, steht für Frische, Optimismus und neue Leichtigkeit. Der lebendige Gelbton erinnert an sonnige Tage und vermittelt besonders in Kombination mit Weiß, sanften Grüntönen oder zarten Pastellfarben Energie, Lebensfreude und Zuversicht.
Blumen und Farben als Antwort auf den Zeitgeist
Bei den Trends 2026 zeigen sich zwei klare Richtungen: Einerseits sind das Natürlichkeit, Beständigkeit und handwerkliche Qualität, andererseits kräftige Farben und spielerische Kombinationen, die Lebensfreude ausdrücken. „Die Trends greifen auf, wie sich viele Menschen derzeit fühlen“, sagt Monika Burket. „In einer Zeit voller Unsicherheiten, schneller Veränderungen und ständiger Krisen wächst der Wunsch nach Orientierung, Sicherheit und echten Emotionen.“
Regionalität und Qualität im Fokus
Stark nachgefragt sind auch regionale Produkte, und auch für den Blumengroßhandel stehen Herkunft, Qualität und Verlässlichkeit im Mittelpunkt, wie die Branchensprecherin betont. „Gemeinsam mit dem Fachhandel reagieren wir auf das steigende Bewusstsein der Konsument:innen für Regionalität, Frische und nachhaltige Produktion. Wo immer möglich, beziehen wir Blumen aus heimischer Erzeugung und sorgen so für kurze Wege und hohe Frische.“
Valentinstag: Von der Legende zur beliebten Tradition
Die Geschichte des Valentinstags reicht bis ins 3. Jahrhundert nach Christus zurück. Der Überlieferung nach beschenkte Bischof Valentin von Terni frisch verheiratete Paare mit Blumen, was ihnen – so heißt es – besonderes Eheglück brachte.
Ab dem 15. Jahrhundert verbreitete sich der Valentinstag von Großbritannien aus und wurde durch britische Auswander:innen auch in den USA populär. Nach dem Zweiten Weltkrieg fand der Brauch schließlich seinen Weg nach Österreich: Besatzungssoldaten brachten den Valentinstag mit, der sich hierzulande rasch etablierte und seither als Fest der Liebe einen festen Platz im Jahreskreis einnimmt. (PWK030/DFS)
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