Der Verkehrsverbund Ost-Region (VOR) begrüßt die heute bekannt gewordene Genehmigung für den Ausbau der Verbindungsbahn durch das Bundesverwaltungsgericht ausdrücklich. Mit dem positiven Bescheid ist der Weg frei für den Baustart eines der wichtigsten Schieneninfrastrukturprojekte der Ostregion. Für die Fahrgäste bedeutet diese Entscheidung einen entscheidenden Schritt zu mehr Kapazität, besseren Direktverbindungen und einem attraktiveren Angebot im Wiener S-Bahn-Netz.
Die Verbindungsbahn verbindet die Weststrecke bei Wien Hütteldorf mit der Südbahn, dem Hauptbahnhof sowie der S-Bahn-Stammstrecke und schafft damit eine leistungsfähige West-Ost-Achse im öffentlichen Verkehr. Mit dem nun genehmigten Ausbau kann die S80 künftig im durchgängigen 15-Minuten-Takt verkehren – ein zentraler Meilenstein für den Wiener S-Bahn-Ring und eine echte Alternative zur stark ausgelasteten U6.
„Mit der Genehmigung der Verbindungsbahn wird die Südosttangente des öffentlichen Verkehrs endlich Realität. Für unsere Fahrgäste heißt das kürzere Intervalle, neue Haltestellen und deutlich mehr Platz in den Zügen
“, betont die Sprecherin der Geschäftsführung des VOR, Karin Zipperer. „Diese Entscheidung bringt tausenden Pendlerinnen und Pendlern jeden Tag spürbare Zeit- und Komfortgewinne.
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Mehr Kapazität und bessere Erreichbarkeit
Der Ausbau der rund fünf Kilometer langen Strecke ermöglicht zusätzliche Haltestellen, die künftig laut Prognosen von rund 20.000 Fahrgästen täglich genutzt werden. Damit verbessert sich die Erreichbarkeit insbesondere in den Bezirken Penzing, Meidling, Favoriten, Simmering und der Donaustadt erheblich. Die direkte Verbindung aus den westlichen Bezirken zum Hauptbahnhof und darüber hinaus stärkt zudem die regionale und überregionale Mobilität.
Entlastung bestehender Linien und mehr Netzstabilität
Durch die attraktive Taktverdichtung und neue Direktverbindungen verteilt sich das Fahrgastaufkommen besser auf das gesamte Netz. Besonders stark frequentierte Linien wie die U4 und die U6 werden entlastet, während die S80 als leistungsfähige Querverbindung an Bedeutung gewinnt. Für die Fahrgäste bedeutet das mehr Zuverlässigkeit und kürzere Reisezeiten.
Neue Infrastruktur schafft auch für Anrainer Verbesserungen
Neben den Vorteilen für den öffentlichen Verkehr bringt das Projekt auch städtebauliche Verbesserungen. Die geplante teilweise Hochlage zwischen Beckgasse und Wiental reduziert die Barrierewirkung der bestehenden Strecke. Dauerhaft barrierefreie Querungen, zusätzliche Lärmschutzmaßnahmen, neue Begrünung sowie sichere Wege für Fuß- und Radverkehr erhöhen die Lebensqualität im Umfeld der Bahntrasse, insbesondere für Familien, Schulen und Kindergärten.
Mit der nun vorliegenden Genehmigung ist ein jahrelanges Verfahren abgeschlossen. Der VOR sieht darin ein starkes Signal für den konsequenten Ausbau des öffentlichen Verkehrs in der Ostregion und einen wichtigen Beitrag zur Bewältigung des wachsenden Mobilitätsbedarfs.
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