Eine aktuelle Analyse der Agenda Austria zeigt schonungslos, wie sorglos die öffentliche Hand in Österreich mit Steuergeld umgeht. In weniger als jedem dritten Vergabeverfahren entscheidet der Preis – deutlich seltener als in fast allen anderen EU-Ländern. Die Folgen sind überteuerte Aufträge, eingeschränkter Wettbewerb und steigende Kosten für Betriebe und Steuerzahler.
Statt sparsam und verantwortungsvoll zu handeln, setzt die Bundesregierung auf politisch motivierten Protektionismus. Unter wohlklingenden Schlagworten werden Vergaberegeln aufgeweicht und der Preis systematisch in den Hintergrund gedrängt. Das stärkt weder den Standort noch die Wettbewerbsfähigkeit, sondern begünstigt ein System, in dem Nähe zur Politik wichtiger ist als Leistung und Effizienz.
Selbstverständlich müssen Qualität, Sicherheit und Umweltstandards berücksichtigt werden. Was derzeit passiert, ist jedoch kein ausgewogenes Vergabemodell, sondern ein Freibrief für teure Beschaffungen auf Kosten der Allgemeinheit. Gerade in Zeiten hoher Staatsausgaben und schwacher Konjunktur ist das ein falsches Signal an Unternehmer und Steuerzahler.
Die Freiheitliche Wirtschaft fordert daher einen klaren Kurswechsel: mehr Preissensibilität bei öffentlichen Ausschreibungen, transparente Kriterien und echte Wettbewerbsgleichheit. Der Staat muss wieder lernen, mit öffentlichem Geld so sorgfältig umzugehen wie Unternehmer mit ihrem eigenen.
Für René Schachner, MSc. ist klar: Wer öffentliche Mittel vergibt, der trägt eine besondere Verantwortung. Denn Aufträge nach politischem Geschmack statt nach Preis und Leistung sind kein ordentliches Wirtschaften, sondern Steuergeldverschwendung mit System – bezahlt von Unternehmern und Steuerzahlern.
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