Das war der 9. VÖSI SOFTWARE DAY

Der VÖSI SOFTWARE DAY ist Treffpunkt der heimischen Software und Digitalbranche. „Der Fachverband Unternehmensberatung, Buchhaltung und Informationstechnologie (UBIT) freut sich als Partner dabei zu sein und sieht diese Veranstaltung als einen zentralen Impulsgeber für Wettbewerbsfähigkeit, Wachstum und digitale Souveränität am Wirtschaftsstandort Österreich. Mit rund 40.000 IT-Mitgliedern und einem Jahresumsatz von 40 Mrd. Euro sind wir stolz auf unsere Branche, die für acht Prozent des BIP verantwortlich zeichnet“, unterstrich Helga Tieben, Geschäftsführerin des Fachverbands UBIT in der WKO in ihrer Begrüßung beim VÖSI SOFTWARE DAY.

Gerade jetzt, wo digitale Souveränität in aller Munde ist, sei es wichtig, die Innovation und Wertschöpfung in Österreich voranzutreiben, betonte Doris Lippert, seit Ende 2024 als erste Frau Präsidentin des Verband Österreichischer Software Innovationen (VÖSI): „Made in Austria ist nicht einfach nur ein Slogan. Es ist ein Qualitätssiegel Es steht für herausragende Qualität und verantwortungsvolle Umsetzung. Dafür stehen wir auch im VÖSI und in der heimischen Software-Branche. Wir wollen nicht nur Innovationen aus anderen Ländern umsetzen, wir wollen gestalten, kreieren und Neues erschaffen. Lösungen und Software, die den Menschen hier in Österreich nutzen, Mehrwert schaffen und sie verbinden.“ Lippert präsentierte auch die VÖSI KI-Landkarte, die seit September 2025 online ist und aktuell rund 150 konkrete KI-Usecases beinhaltet. KI-Projekte können hier jederzeit eingereicht werden.

In der Software-Branche ist Kreativität, Problemlösungskompetenz und Einfühlungsvermögen gefragt. „Software ist viel mehr als Code in 0 und 1 – Software und Poesie haben viel gemeinsam“, sagte VÖSI Vorstand und Projektleiter des VÖSI SOFTWARE DAY Armin Skoff (ACP). Mit mehr als 30 Sprecherinnen und Sprechern rückte der 9. VÖSI SOFTWARE DAY Kreativität, Innovationskraft und technologische Exzellenz des Software-Standorts Österreich in den Mittelpunkt.

Die Keynote kam heuer aus der Medienbranche. Mit Astrid Zöchling, im vergangenen Jahr zur CIO des Jahres gewählt, eröffnete eine Top-Sprecherin den diesjährigen SOFTWARE DAY mit ihrer Keynote mit dem Titel „Der ORF – Becoming stronger than Resilient. Der Weg von Digital Resilience zu Resilient Excellence“. Sie zeigte, wie technologische Innovationen und Künstliche Intelligenz gezielt eingesetzt werden, um Qualität, Effizienz und Verantwortung zu stärken, aber auch welche Herausforderungen Fake News und Fake Bilder mit sich bringen.

In einer Zeit massiv zunehmender KI generierter Desinformation wird die Rolle verlässlicher, vertrauenswürdiger Medien neu bewertet. „Das journalistische Grundprinzip ‚Check – Recheck – Double Check‘ ist damit wichtiger als je zuvor. Technologie ist ein Enabler – der Mensch bleibt die letzte Instanz in der Recherche“, betonte Zöchling, seit 2023 CIO im ORF. „Gerade weil Technologie immer mächtiger wird, müssen wir die richtige wählen. Technologien müssen Innovation ermöglichen, verlässlich verfügbar sein, Daten sicher schützen und nachhaltig kosteneffizient bleiben und den Menschen nützen“, unterstrich Zöchling.

Top Keynotes und zwei Panel-Gespräche

Neben Astrid Zöchling (ORF) waren Markus Murtinger (AIT Austrian Institute of Technology, Deputy Head of Center for Technology Experience), sowie Nina Brandl (Johannes-Kepler-Universität Linz, Department of Quantum Computing) als Keynote Sprecher im Einsatz. Im CIO-Panelgespräch zum Thema „Mission 2026 – Software, Systeme und Menschen“ kamen gleich sechs Top-CIOs zu Wort: Martin Buresch (ZKW-Group), Andreas Hohensinner (Frutura), Barbara Hotwagner (Gesundheit Österreich), Peter Reichstädter (Parlament), Susanne Tischmann (ÖAMTC) sowie Thomas Zapf (Verbund) sprachen über Herausforderungen und aktuelle Projekte sowie Ziele und Pläne für 2026. Das Gespräch wurde von Christine Wahlmüller-Schiller (AIT Austrian Institute of Technology) moderiert.

Am Nachmittag sorgte ein weiteres hochkarätiges Panel-Gespräch zum Thema „Software Engineering of the Future“ für viel Aufmerksamkeit. Sylvia Geyer (Rektorin FH Technikum Wien), Mateusz Gren (Head of Digital ATOS), Christoph Kitzler (Geschäftsführer und Technischer Leiter, MP2 IT Solutions), Daniel Siegl (Software Experte bei Syntevo), Sylvia Resetarits (Geschäftsführerin Expleo Austria) sowie Sebastian Schenk (Ex. VP Web Technologies und Prokurist bei EBCONT) diskutierten, wie sich Software Engineering im KI Zeitalter verändern wird – heute und in Zukunft. Das Gespräch wurde vom IT-Fachjournalisten Martin Szelgrad (Report Verlag) moderiert.

VÖSI Special Interest Groups und Rätsel-Rallye mit WOMENinICT

Beim VÖSI SOFTWARE DAY präsentierten sich auch die fünf VÖSI Special Interest Groups (SIG) – hier kann sich jede:r gerne einbringen und mitarbeiten: Accessibility in ICT, Datenschutz, EAM Enterprise Architecture Management, Künstliche Intelligenz und WOMENinICT.

Viel Spaß hatten die Besucherinnen Besucher bei der WOMENinICT Rätsel-Rallye, die von der VÖSI Special Interest Group (SIG) WOMENinICT organisiert worden war. WOMENinICT, gegründet 2020 und ehrenamtlich geleitet von Christine Wahlmüller-Schiller (AIT Austrian Institute of Technology), ist heute das größte IT-Frauennetzwerk Österreichs und setzt sich mit hohem Engagement für Chancengerechtigkeit und mehr Frauen in der IT- & Software-Branche ein. Aktuell sind rund 230 WOMENinICT-Botschafterinnen aktiv und engagieren sich im WOMENinICT Mentoring-Programm Grace, im Bildungsbereich und bei Schulveranstaltungen, als Sprecherinnen auf Fachkonferenzen sowie als Rolemodels bei Berufsorientierungs-Events.

Ausstellungsprogramm

Neben dem Vortragsprogramm gab es wieder einen Ausstellungsbereich. Zu den Partnern des SOFTWARE DAYs zählten neben dem Fachverband UBIT/WKO die ACP Gruppe, CANCOM, Water IT Security, A1 Digital, AIT Austrian Institute of Technology, EBCONT, ETC Enterprise Training Center, Sparx Systems, Syntevo, die Hilfsgemeinschaft der Blinden und Sehschwachen, Videbis sowie die DSGVO-ZT.

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