Alarmstufe Rot?! Kinder erklären die erste Regel

Sechs Prozent der Mädchen bekommen laut dem Menstruationsgesundheitsbericht ihre erste Regelblutung (Menarche) bereits vor dem zehnten Geburtstag. Die Menstruation wird daher bereits in der Volksschule zum Thema. Das Wiener Programm für Frauengesundheit stellt Schulen altersgerechtes Material zur Verfügung: Eine von Volksschulkindern gestaltete Bildgeschichte informiert über den Umgang mit der ersten Regel. Für die 5. und 6. Schulstufen wurde ein Mini-Comic gestaltet.

Die Bildgeschichte „Alarmstufe Rot: Spione im Baumhaus“ regt zu Gesprächen an – im Unterricht wie zu Hause. Verpackt in einem spannenden Plot werden die wichtigsten Fakten über die erste Regel behandelt. Zielgruppe sind Kinder der 4. Klasse Volksschule.

„Die erste Regel verunsichert gerade sehr junge Mädchen. Die Geschichte, die Kinder selbst entwickelt haben, ist Empowerment pur“, sagt Kristina Hametner, Leiterin des Wiener Programms für Frauengesundheit. Die Bildgeschichte ergänzen außerdem zwei Informationsseiten mit hilfreichen Tipps für Kinder und für Erwachsene.

Enttabuisierung stärkt Mädchen

Auch Kinder und Jugendliche in der 5. und 6. Schulstufe sind mit ihren Fragen rund um die Menarche oftmals allein. Das Mini-Comic „Pippa checkt alles: Fairplay für die erste Regel“ wurde gemeinsam mit 11- und 12-jährigen Mädchen erarbeitet. Im Comicstil zeigt die Geschichte, wie Pippa und ihre Freund*innen gängige Mythen klarstellen, einander körperliche Vorgänge erklären und Wissen sammeln. Ein kleines Lexikon fasst die wichtigsten Begriffe rund um die Menstruation in einfacher Sprache zusammen.

„Die Regelblutung gehört dazu: Mädchen und auch Buben sollen darüber Bescheid wissen und sich auskennen. So müssen Ängste und Unsicherheiten erst gar nicht entstehen,“ betont Gesundheitsstadtrat Peter Hacker.

Für den Einsatz im Unterricht erhalten alle Wiener Volksschulen Druckexemplare der Bildgeschichte und alle weiterführenden Schulen der 5. und 6. Schulstufen das Mini-Comic. „Lehrpersonen bekommen hier konkrete Bausteine, mit denen sie das Thema altersgerecht und freudvoll im Unterricht bearbeiten können“, hebt Bildungsstadträtin Bettina Emmerling den pädagogischen Wert der Materialien hervor.

Vizebürgermeisterin und Frauenstadträtin Kathrin Gaál sagt: „Das Wissen über Vorgänge im eigenen Körper und das Brechen damit einher gehender gesellschaftlicher Tabus sind essenziell, um Mädchen Schamgefühlen in Zusammenhang mit der ersten Periode zu nehmen. Mit dem Thema Menstruation gut umgehen zu können, stärkt Mädchen in ihrem Körper- und Selbstbewusstsein.“

Kostenlose gedruckte Exemplare können in begrenzter Stückzahl beim Programm für Frauengesundheit bestellt werden. Die Bildgeschichte und das Mini-Buch stehen auch als Download zur Verfügung: www.wien.gv.at/menstruation

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