Tag der Bildung 24.1.2026: Gesellschaftlicher Wandel braucht Bildung!

Anlässlich des Tags der Bildung unterstreichen die österreichischen Volkshochschulen die unverzichtbare Rolle der gemeinnützigen Erwachsenenbildung für den gemeinsamen sozialen, digitalen und ökologischen Wandel. Damit alle Menschen aktiv an der Gestaltung der Zukunft teilhaben können, müsse Bildung als öffentliches Gut gestärkt und langfristig abgesichert werden.

„Bildung ist ein Grundpfeiler sozialen Zusammenhalts, demokratischer Teilhabe und nachhaltiger Entwicklung. Gerade in Zeiten tiefgreifender Veränderungen braucht es eine starke, gemeinnützige Erwachsenenbildung, die Menschen dort abholt, wo sie stehen – unabhängig von Alter, Herkunft oder Bildungsweg“, betont VÖV-Generalsekretär Dr. John Evers, aktuell auch Vorsitzender der „Konferenz der Erwachsenenbildung Österreichs“ (KEBÖ).

Trotz steigender gesamtstaatlicher Bildungsausgaben bleiben viele gemeinnützige Bildungsanbieter – darunter auch die Volkshochschulen – strukturell unterfinanziert. Dies erschwert insbesondere die Bildungsarbeit mit Menschen, die geringe Grundkompetenzen aufweisen. In Österreich betrifft dies bis zu 1,7 Millionen Erwachsene, die Schwierigkeiten beim Lesen, Schreiben oder Rechnen haben. Diese Situation beeinträchtigt nicht nur individuelle Lebensperspektiven, sondern auch gesellschaftliche Teilhabe und demokratische Prozesse.

Industriestrategie braucht Erwachsenenbildung

Auch für die Umsetzung der jüngst veröffentlichten Industriestrategie, insbesondere zur Entwicklung des Fachkräftepotentials (Ziel 6), braucht es die Erwachsenenbildung. Gemeint sind damit nicht nur etwa berufsbegleitende Weiterbildung, Zweiter Bildungsweg sowie die Anerkennung non-formaler Kompetenzen. „Nachhaltige Innovationsfähigkeit und Resilienz entstehen nämlich vor allem dort, wo alle Bevölkerungsgruppen Zugang zu Bildung haben. Programme für formal geringqualifizierte Erwachsene, ältere Erwerbstätige sowie Menschen mit Migrations- und Fluchterfahrung sind daher nicht sozialpolitische Randthemen, sondern wirtschaftliche Notwendigkeiten. Und Resilienz umfasst mehr als Energie- und Lieferkettenstabilität. Politische Bildung, Medien- und Digitalkompetenz sowie Orientierung in Transformationsprozessen sind entscheidend für gesellschaftliche Akzeptanz und demokratische Stabilität“, so KEBÖ-Vorsitzender Evers, der in diesem Sinne die gemeinnützige Erwachsenenbildung als einen zentralen Erfolgsfaktor für die Industriestrategie 2035 bezeichnet.

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