Der Fachverband der Stein- und keramischen Industrie in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), die Interessenvertretung der industriellen Baustoffhersteller, sieht Licht, aber auch etwas Schatten bei der österreichischen Industriestrategie.
„Wir begrüßen das Bekenntnis der Österreichischen Bundesregierung zu einem starken Industriestandort ausdrücklich. Sie enthält aus Sicht unserer Branche richtige und wichtige Ansätze, wie die Aufhebung des CO2- Speicherverbots (CCS) oder Maßnahmen zur Verfahrungsbeschleunigung“, so Robert Schmid, Obmann des Fachverbandes der Stein- und keramischen Industrie.
Allerdings gibt es auch begrüßenswerte Maßnahmen, die jedoch aus derzeitiger Sicht nicht bei der gesamten energieintensiven Baustoffindustrie ankommen. So bleiben beim Thema Industriestrom einige Branchen auf der Strecke. Die heimische Ziegel-, Kalk-, und Gipsindustrie werden diesen vergünstigten Strom beispielsweise nicht erhalten. Das europäische Beihilfenrecht aus dem Green Deal benachteiligt diese regionalen energieintensiven Branchen weiterhin. Nutznießer sind Branchen, die im internationalen Wettbewerb stehen, aber nicht die heimischen Regionalversorger in der Baustoffindustrie.
„Es wäre dringendes Gebot, dieses Problem auf europäischer Ebene zu lösen. Die Berechnungsbasis auf der die Beihilfenkriterien fußen, sind über 20 Jahre alt und bilden den Status Quo nicht ab. Unsere Regionalversorger mit hohem Energieeinsatz verlieren dadurch weiterhin an Wettbewerbsfähigkeit. Und Bauen wird so zusätzlich unnötig verteuert, dabei sollten wir nach dem Gegenteil trachten,“ so Schmid abschließend.
Der Fachverband der Stein- und keramischen Industrie fordert daher Nachschärfungen in Sachen Energie. Das Thema muss in Brüssel seitens der Bundesregierung auf die Agenda gesetzt werden.
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