Im Rahmen des ORF-Programmschwerpunkts zum 270. Mozart-Geburtstag (Details unter presse.ORF.at) befasst sich die „matinee“ am Sonntag, dem 25. Jänner 2026, um 9.05 Uhr in ORF 2 und auf ORF ON in der Doku-Premiere „Mozarts Schwester“ von Madeleine Hetherton-Miau mit dem Tourleben der Mozarts und geht der Frage nach, was mit der Musik von „Wolfers“ Schwester Maria Anna alias „Nannerl“ – dem zweiten musikalischen Wunderkind der Familie – geschah. Diese musste als junge Frau aufgrund gesellschaftlicher Normen aufhören, in der Öffentlichkeit zu musizieren, komponierte aber – bestärkt durch ihren Bruder – trotzdem weiter. Anschließend folgt eine Dokumentation der Reihe „Wilde Schlösser“ (10.00 Uhr) Mozarts Spuren nach Heidelberg – das charmante deutsche Universitätsstädtchen, das der Komponist 1763 und 1778 bereist hat: Im Fokus steht die faszinierende Landschaft rund um das Schloss Heidelberg mit ihrer vielfältigen Tier- und Pflanzenwelt. Den von Peter Schneeberger präsentierten ORF-Kulturvormittag beschließt „Die Kulturwoche“ (10.50 Uhr) mit aktuellen Berichten und Tipps.
Details zu Doku-Premiere „Mozarts Schwester“ (9.05 Uhr)
Wer war Mozarts Schwester wirklich? Maria Anna Mozart war, wie ihr fast fünf Jahre jüngerer Bruder, Wolfgang Amadé, hochbegabt. Die Geschwister Wolferl und Nannerl, wie sie familiär gerufen wurden, tourten gemeinsam mit ihrem Vater Leopold als Wunderkinder durch Europa. Aber das änderte sich, als das Mädchen 18 wurde. Als Kind konnte sie auftreten und auf Tournee gehen, aber als junge Frau riskierte sie damit ihren guten Ruf – öffentliche Auftritte als Künstlerin kamen damals der Prostitution gleich. Maria Anna ging nie wieder auf Konzertreise. Aber sie gab nicht auf. Sie komponierte und schickte mindestens eine Komposition an ihren Bruder und ihren Vater. Wolferl lobte ihre Arbeit als „wunderschön“ und ermutigte sie, weiterzumachen. Aber was geschah mit Nannerls Musik?
Die von Madeleine Hetherton-Miau gestaltete Dokumentation „Mozarts Schwester“ geht dieser Frage nach und beleuchtet gleichzeitig die Stellung der Frauen in der Musik und der Gesellschaft des 18. Jahrhunderts – bis heute. In der Dokumentation mit dabei: die heute 20-jährige gefragte britische Komponistin, Pianistin, Violinistin und Dirigentin Alma Deutscher, selbst ehemaliges Wunderkind.
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