Die Donauinsel, Schiele & Peschka, Mode und Franz West – Ausstellungshöhepunkte 2026

Mit Rückblick auf ein erfolgreiches zweites Jahr im neuen Wien Museum wurde heute von Kulturstadträtin Veronika Kaup-Hasler und dem Wien Museum-Direktorenteam Matti Bunzl und Christina Schwarz das Ausstellungsprogramm für 2026 mit zahlreichen Highlights präsentiert.

„Das Wien Museum lebt moderne Museumsarbeit und macht Geschichte zum öffentlichen Allgemeingut: niederschwellig, demokratisch, vernetzt und gesellschaftlich wirkmächtig. Nach einem starken Auftakt in den vergangenen zwei Jahren zeigt das Haus einmal mehr seine Expertise in Forschung, Vermittlung und Begegnung. Mit einem großen Ausstellungsprogramm wird städtische Geschichte zugänglich und das Haus zum pulsierenden Ort des Dialogs für alle; die Dauerausstellung des Wien Museums bleibt dabei unverändert kostenlos besuchbar. Ebenso anregend wie kritisch und historisch präzise erzählt das Museum die Geschichte unserer Stadt und der Wiener:innen und lädt mit einem breit gefächerten Ausstellungskonzept zum Wiederkommen ein. Ich gratuliere Matti Bunzl, Christina Schwarz und ihrem Team zum spektakulären Jahresprogramm und freue mich auf ein erfolgreiches Museumsjahr 2026.“ Veronica Kaup-Hasler, amtsführende Stadträtin für Kultur und Wissenschaft

Erfolgreiches Jahr 2025

Das Wien Museum zählte 2025 insgesamt 596.657 Besucher:innen – seit der Wiedereröffnung am 6. Dezember 2023 besuchten damit rund 1,3 Millionen Menschen das Haus. Insgesamt kamen die Museen der Stadt Wien auf 831.009 Besucher:innen. Die Sonderausstellungen erreichten 140.345 Besucher:innen, wobei „Kontrollierte Freiheit. Die Alliierten in Wien“ mit 48.508 Besucher:innen die höchste Resonanz erzielte.

Am Vermittlungsprogramm nahmen insgesamt 43.717 Personen teil: 21.179 Erwachsene, 18.146 Schüler:innen sowie 4.392 Besucher:innen der Angebote für Kinder und Familien. Darüber hinaus verzeichneten die Eigenveranstaltungen des Wien Museums 16.877 Teilnehmer:innen.

„Es ist uns gelungen, den überwältigenden Ansturm des ersten Jahres nach der Eröffnung auch im zweiten Jahr in den Besucherzahlen annähernd halten zu können, die Ticketerlöse konnten sogar leicht gesteigert werden. Die Entscheidung, den freien Eintritt in die Dauerausstellung des Wien Museums beizubehalten, bewährt sich jeden Tag.“ Christina Schwarz, kaufmännische Direktorin Wien Museum

Kulturhistorisches Ausstellungsprogramm mit starkem Akzent auf bildender Kunst

Zwei große kulturhistorische Ausstellungen bestimmen das Programm im Haupthaus: Im Frühjahr geht es um die Donauinsel – ihre Geschichte und ihre Bedeutung heute. Die Donauinsel. 21. Kilometer Freiraum zeigt, warum diese besondere Insel mit ihren 21 Kilometern Länge einer der wichtigsten Erholungsräume der wachsenden Stadt ist (26.03.–30.08.2026). Im Herbst folgt Farbenspiel. Mode aus vier Jahrhunderten. Die Ausstellung beschäftigt sich mit der Rolle von Farben in der Mode – früher und heute, und ergründet Farben als zentrale Symbole für Status, Emotion und Identität (01.10.2026–28.03.2027).

Zwischen Kunst und Kulturhistorie changieren zwei weitere große Präsentationen am Karlsplatz: Schiele & Peschka. Eine Familienaufstellung (30.04.–27.09.2026) beschäftigt sich mit der „Sammlung Peschka“ und ihrer Aufarbeitung. Sie erzählt die Geschichte zweier Künstlerfamilien und eröffnet neue Perspektiven auf Egon Schiele und sein Umfeld. Die Ausstellung Franz West und Wien (06.11.2026–02.05.2027) konzentriert sich auf die prägenden Jahre des Künstlers von den späten 1960er- bis in die frühen 1980er-Jahre. Die Ausstellung wird gemeinsam mit der Franz West-Ausstellung der Albertina Modern als Jubiläumsausstellung eröffnet – Franz West wäre am 16. Februar 2027 80 Jahre alt geworden.

Ganz im Zeichen der bildenden Kunst stehen die beiden Einzelausstellungen im musa – Verdichtungen. Heliane Wiesauer-Reiterer und Der Bildgenerator. Karl Heinz Koller –, die von 02.07.–29.11.2026 zu sehen sein werden. Wiesauer-Reiterers großzügige Schenkung an das Museum erlaubt einen hochrangigen Querschnitt durch ihr gesamtes Oeuvre. Mit Kollers erster musealer Ausstellung soll seine kunsthistorisch bedeutende Position sichtbar gemacht werden.

Um die lateinamerikanische und karibische Community geht es in der ersten Community Gallery Ausstellung im Wien Museum: Viena Latina. Leben zwischen den Welten (05.03.–31.05.2026) greift die Erfahrungen des EU-Projekts www.vienalatina.org auf und verdichtet sie zu einer vielstimmigen Präsentation. Im Sommer folgt Arena Wien. Jedenfalls ist es Liebe! (18.06.–27.09.2026), ein Blick hinter die Kulissen eines alternativen Kulturbetriebs, der längst in der nationalen und internationalen Musikszene angekommen ist. Im Herbst erzählen Menschen mit Down-Syndrom ihre eigene Geschichte: Down-Syndrom. Über uns, mit uns (22.10.2026–24.01.2027) – mit Fotos, Interviews und künstlerischen Arbeiten, ohne Klischees oder Schönrederei.

„Die neun Sonderausstellungen 2026 zeigen unseren Anspruch, Geschichte vielstimmig zu erzählen und das Museum als offenen Raum für Dialog, Teilhabe und kritische Reflexion zu gestalten. In dieser Hinsicht stellen wir auch das musa 2027 neu auf – mit einer Jahresschau unter dem Titel Weltangst/Angstlust und einem starken Fokus auf Vermittlung.“ Matti Bunzl, künstlerisch-wissenschaftlicher Direktor Wien Museum

Breites Vermittlungsangebot

Mit einem breit gefächerten Vermittlungsprogramm richtet sich das Wien Museum an Besucher:innen unterschiedlicher Altersgruppen, Hintergründe und Bedürfnisse. Im Zentrum der Vermittlungsarbeit stehen Schulen, Kinder und Familien, Senior:innen sowie inklusive Angebote. Wie in den Vorjahren bleibt das Programm für diese Zielgruppen auch 2026 kostenlos. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf mehrsprachigen Führungen: 2026 kommen auch Führungen auf Farsi und Somali hinzu.

Otto Wagner – Wien und Berlin

Ab 31. Jänner ist in Berlin eine Ausstellung zu sehen, an der das Wien Museum wesentlich beteiligt ist. Erstmals wird dort das Werk des berühmten Architekten Otto Wagner präsentiert.

Gezeigt werden ausgewählte Zeichnungen aus der über 1.000 Blätter umfassenden Sammlung des Wien Museums. Die Ausstellung trägt den Titel Otto Wagner. Architekt des modernen Lebens und ist in der Tchoban Foundation – Museum für Architekturzeichnung zu sehen. Kuratiert wird sie vom Otto Wagner-Experten und Wien Museum-Kurator Andreas Nierhaus.

Und für alle, die nicht nach Berlin reisen können: Das Wien Museum legt die vergriffene große Otto-Wagner-Publikation von 2018 neu auf.

Presseinformationen und Pressefotos

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