KV Handelsarbeiter:innen: vida legt Letztangebot den Beschäftigten zur Abstimmung vor

Die vierte Runde der Kollektivvertragsverhandlungen für die Handelsarbeiter:innen brachte keinen Quantensprung. Dennoch ist es dem Verhandlungsteam der Gewerkschaft vida gelungen, Verschlechterungen im Rahmenrecht erfolgreich abzuwehren.

Keine Verschlechterungen im Rahmenrecht

„Wäre es nach der Wirtschaftskammer gegangen, hätten Arbeitgeber künftig per Betriebsvereinbarung ihre Beschäftigten jeden Samstag zum Dienst verpflichten können – statt wie bisher nur jeden zweiten. Auch Altersteilzeit und Bildungskarenz standen im Visier der Arbeitgeberseite“, erklärt Christine Heitzinger, Verhandlungsleiterin der Gewerkschaft vida. „Beide Regelungen konnten wir für unsere Kolleg:innen aufrechterhalten.“

Das vorliegende Angebot sieht Lohnerhöhungen von 2,55 Prozent für alle Lohngruppen vor. Zusätzlich wurden Nachbesserungen bei einigen Zulagen erreicht. „Die Kältezulage steigt um 4,65 Prozent und die Nachtzulage um 4,35 Prozent“, so Heitzinger. „Das ist kein großer Wurf – aber es ist mehr, als die Arbeitgeber ursprünglich zugestehen wollten.“

Beschäftigte haben das letzte Wort

Mit Blick auf die zahlreichen Aktionen vor und nach Weihnachten, mit denen Handelsarbeiter:innen ihre Solidarität und Hartnäckigkeit unter Beweis gestellt haben, betont Heitzinger: „Wir haben uns nicht kleinkriegen lassen. Kollektivvertragsarbeit ist kein Sprint, sondern eine langfristige Aufgabe. Wir gehen gestärkt in die Verhandlungen der kommenden Jahre.“

Die Gewerkschaft vida legt das aktuelle Angebot nun den Beschäftigten zur Abstimmung vor. In den kommenden Wochen wird das Ergebnis bekannt gegeben.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS. www.ots.at
(C) Copyright APA-OTS Originaltext-Service GmbH und der jeweilige Aussender. ÖGB Österreichischer Gewerkschaftsbund

Comments (0)
Add Comment