Der freiheitliche Gesundheitssprecher und Vorsitzende des parlamentarischen Gesundheitsausschusses NAbg. Mag. Gerhard Kaniak bezeichnete die Abweisung eines todkranken Niederösterreichers von einem Wiener Hospiz als „zutiefst beschämenden Vorfall und ein Symptom für das politische Versagen im Gesundheitswesen.“ „Wenn ein sterbender Mensch keinen Hospizplatz bekommt, obwohl er bereits vor langer Zeit angemeldet war, ist das an Unmenschlichkeit kaum zu überbieten. Dieser Kleinkrieg auf dem Rücken der Schwächsten muss sofort aufhören“, so Kaniak.
Für den FPÖ-Gesundheitspolitiker zeige der Fall das Versäumnis der Politik, eine funktionierende, bundesländerübergreifende Patientenversorgung sicherzustellen. „Es kann nicht sein, dass die Herkunft über eine würdevolle Sterbebegleitung entscheidet. Anstatt Verantwortung zu übernehmen, schieben sich die Systemparteien gegenseitig den Schwarzen Peter zu. Das Ergebnis ist eine ‚Postleitzahlen-Lotterie‘, bei der die Patienten und ihre Angehörigen die Verlierer sind“, kritisierte Kaniak.
„Wir brauchen eine Garantie für eine flächendeckende und für jeden zugängliche Palliativ- und Hospizversorgung in ganz Österreich – unabhängig vom Wohnort oder parteipolitischen Geplänkel. Das Wohl der Patienten muss endlich wieder im Mittelpunkt stehen, und das betrifft nicht nur die Palliativversorgung, sondern das komplette Gesundheitssystem. Es ist wohl kaum erklärbar, dass es nach wie vor verschiedene Leistungen in den Bundesländern zum selben Tarif und Ab- und Wegweisungen von Spitälern gibt. All das ist ein klarer Beweis dafür, dass Schwarz, Grün, Rot und Pink in der Gesundheitspolitik komplett versagten und auch weiter versagen. Diese Regierung will offensichtlich keine Regierung für Österreich sein, sondern dient nur ihrem eigenen Machterhalt“, betonte Kaniak.
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