FCG-younion: „Traurige 1000er-Marke geknackt, Medienminister weiter untätig“

Nach 990 als arbeitslos gemeldeten Journalisten im August 2025 wurden vom AMS Ende 2025 1.022 Kolleginnen und Kollegen ohne aktuelle journalistische Beschäftigung vermerkt, Tendenz weiter steigend. „Das sind über 1.000 arbeitslose, hochqualifizierte Medienmenschen, die ihren gesellschaftspolitisch so wichtigen Berufen nicht nachgehen können und in der öffentlichen Meinungsbildung fehlen. Was das in Zeiten von Fake-News für die Demokratie bedeutet, kann man sich ausmalen, die vierte Säule unserer Gesellschaft droht zu kippen“, warnt der Vorsitzende der FCG-Wien younion: „Wer am Journalismus spart, der spart an unserer Demokratie!“.

Tiller lobt Branchenmaßnahmen wie die gemeinsame Beratungsinitiative Ajour – Arbeit für JournalistInnen von Wirtschaftskammer, Industriellenvereinigung, Presseclub Concordia und dem Verband Österreichischer Zeitungen VÖZ, die mit Unterstützung des Arbeitsmarktservice AMS bei der Suche nach neuen Berufsperspektiven hilft. „Aber diese löblichen Eigeninitiativen ersetzen keine politischen Maßnahmen, denn ausreichend dotierter, unabhängiger Journalismus ist eine Grundbedingung für Demokratie. Wenn die zuständige Politik das nicht wahrhaben will, sägt sie an ihrem eigenen Ast!“

Angekündigte Reformüberlegungen sind angesichts dieser traurigen „Tausender“-Marke umgehend vorzustellen und unter Einbindung der Betroffenen schon jetzt, und nicht erst in der Jahresmitte, in die Umsetzung zu bringen. „Journalistische Arbeit darf nicht an letzter oder vorletzter Stelle stehen, auch wenn der Amtstitel das suggerieren mag“, erinnert Tiller den zuständigen Fachminister für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport, Andreas Babler.

„Nur für das unter Ausschluss der Öffentlichkeit sendende SPÖ-TV scheint genug Geld da zu sein,“ ärgert sich Tiller und fordert einen Runden Tisch für Qualitätsjournalismus. „Wir stellen den Runden Tisch mit ausreichend Sesseln gerne in unserer HG8 Kunst, Medien, Sport, Freie Berufe der younion, vormals KMSfB, Kunst, Medien, Sport und Freie Berufe, zur Verfügung und laden den Herrn Medienminister zum zeitnahen Austausch mit Betroffenen ein“, so der Vorsitzende der FCG-younion Wien abschließend.

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