„Erwerbslücke kostet den Staat 6 Milliarden Euro!“

„Es ist höchst erfreulich, dass immer mehr Institutionen das Thema Älterenbeschäftigung immer öfter in den Fokus rücken“, sagt Seniorenbundpräsidentin Ingrid Korosec angesichts des heutigen Workshops von Fachleuten der AK Wien, des WIFO und des AMS. Auch der ÖSB weise ständig darauf hin, dass in dem Bereich dringend viel mehr getan werden müsse.

Korosec verweist auf die auch von AK und WIFO genannten Fakten:

  • Allein bis 2030 müssen wegen des ansteigenden Frauenpensionsalters und Maßnahmen der Bundesregierung, u.a. Korridorpension, 115.000 60- bis 64-jährige Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Job bleiben oder einen solchen finden.

  • Drei von zehn der 25.000 mittleren und größeren Betriebe mit über 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern beschäftigen keine 60- bis 64-Jährigen.

  • Ein Drittel der Frauen geht nicht aus der Erwerbstätigkeit in Pension. Nur 6 von 10 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern im Haupterwerbsalter glauben, dass sie ihren Job bis zur Pension überhaupt durchhalten können.

„Nur wenn es ausreichend Arbeitsplätze für Ältere gibt, schaffen wir es, die Lücke zwischen faktischem und gesetzlichem Pensionsantrittsalter zu schließen“, merkt Korosec an. „Diese Erwerbslücke kostet den Staat rund 3 Mrd. EUR! (Arbeitslosenunterstützung etc.). Wären diese Menschen bis zum Pensionsantritt erwerbstätig, würde der Staat ebenfalls rund 3 Mrd. einnehmen. Diese Lücke kostet den Staat also rund 6 Mrd. EUR!“, sagt Korosec.

Nötig sei ein Schulterschluss zwischen Arbeitgebern, Arbeitnehmern und Sozialpartnern für mehr alter(n)sgerechte Arbeitsplätze – mit Fokus auf Frauen: „Wenn das faktische Pensionsantrittsalter steigen soll, dann muss es auch genügend Jobs für Menschen 50 + geben.“

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