Die in der Tageszeitung „Heute“ publizierten Zahlen zu Klassenwiederholungen an Wiens Schulen zeichnen ein alarmierendes Bild: Sowohl in den Volksschulen als auch in den Mittelschulen hat sich die Zahl der Schülerinnen und Schüler, die ein Schuljahr wiederholen müssen, seit dem Schuljahr 2020/21 massiv erhöht. „Das ist das Ergebnis des rot-pinken Bildungschaos“, so der Bildungssprecher der Wiener Volkspartei Klubobmann Harald Zierfuß in einer ersten Reaktion.
In absoluten Zahlen zeigt sich eine dramatische Entwicklung: In den öffentlichen Volksschulen mussten im Schuljahr 2020/21 noch 2.746 Schülerinnen und Schüler eine Klasse wiederholen, im Schuljahr 2024/25 waren es bereits 5.443 – eine Verdoppelung binnen weniger Jahre. In den Mittelschulen (Sekundarstufe I) stieg die Zahl sogar von 1.707 auf 3.982 Wiederholungen und hat sich damit mehr als verdoppelt.
Auch relativ zur Gesamtzahl der Schülerinnen und Schüler ist die Entwicklung besorgniserregend. In den Volksschulen stieg der Anteil der Sitzenbleiber von 4,45 Prozent im Schuljahr 2020/21 auf 7,58 Prozent im Schuljahr 2024/25 – ein Plus von rund 70 Prozent. In den Mittelschulen ist der Anstieg noch dramatischer: Hier erhöhte sich der Anteil von 5,5 Prozent auf 11,67 Prozent, was einer Steigerung von 112 Prozent entspricht.
„Egal, welche Kennzahl man sich in Wiens Bildungssystem anschaut: Nach fünf Jahren rot-pinker Verantwortung ist keine davon besser geworden, sondern ganz im Gegenteil massiv schlechter. Seit diesem Schuljahr versteht erstmals mehr als die Hälfte der Schulanfänger kein Deutsch mehr, die Zahl der Schulschwänzer hat sich verdoppelt, auch die Zahl der Suspendierungen stieg um 100 Prozent“, so Zierfuß.
Gleichzeitig haben 400 von 500 Wiener Pflichtschulen keinen Schulsozialarbeiter und die Zahl der Schulärzte ist permanent im Sinken. „Dass bei einem solch rot-pinken Systemversagen und Bildungschaos auch die Zahl der Klassenwiederholungen an die Decke geht, darf einen nicht wundern“, so der Bildungssprecher weiter.
Abschließend fordert Zierfuß einen klaren Kurswechsel in der Wiener Bildungspolitik: „Es braucht endlich wieder den Blick nach vorne in dieser Stadt. Statt Probleme kleinzureden oder zu ignorieren, muss über Lösungen gesprochen werden – im Interesse der Kinder, der Lehrkräfte und der Zukunft Wiens.“
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