Umfassend geschützt: Impfungen als wirkungsvolle Gesundheitsvorsorge

Impfungen sind eine zentrale Maßnahme der Gesundheitsvorsorge. Sie können Menschen jeden Alters vor Infektionskrankheiten, schweren Krankheitsverläufen und langfristigen Folgeschäden schützen – je nach Impfung sogar lebenslang. Anlässlich des morgigen Österreichischen Impftages betont Alexander Herzog, Generalsekretär der PHARMIG, den Stellenwert von Impfungen und verweist auf laufende Innovationen im Impfstoffbereich: „Impfungen zählen zu den effektivsten präventiven Maßnahmen der Medizin. Bei manchen Infektionskrankheiten sind sie sogar die einzige wirksame Vorsorgeoption. Damit dieses Potenzial tatsächlich wirkt, müssen Impfungen konsequent in Anspruch genommen werden.“

Österreich liegt bei den Durchimpfungsraten der Bevölkerung seit Jahren unter dem europäischen Durchschnitt – mit spürbaren Folgen: Erkrankungen wie Masern, Keuchhusten oder Hepatitis A treten wieder deutlich häufiger auf. Dabei beschränkt sich der Schutz durch Impfungen nicht nur auf Kinder, sondern ist auch für Erwachsene essenziell: „Ein lückenloser Impfschutz über alle Lebensphasen hinweg ist ein zentraler Bestandteil moderner Gesundheitsvorsorge“, so Herzog. Besonders ältere Menschen oder Personen mit chronischen Erkrankungen profitieren: Impfungen können zusätzliche Risiken und schwere Krankheitsverläufe minimieren, das Gesundheitssystem entlasten und die Lebensqualität erhalten.

Vor diesem Hintergrund spricht sich Herzog dafür aus, das Impfprogramm für Erwachsene weiterzuentwickeln – mit klaren Empfehlungen zu regelmäßigen Auffrischungen, einer verstärkten Information der Bevölkerung und einer konsequenten Umsetzung der nationalen Impfempfehlungen. Damit lasse sich ein verlässlicher Schutz über alle Lebensphasen hinweg sicherstellen und das Gesundheitssystem spürbar entlasten.

Währenddessen wird an der nächsten Generation von Impfstoffen gearbeitet. Der Pipeline-Report von Vaccines Europe aus dem Dezember des Vorjahres zeigt eine hohe Dynamik: Es befinden sich 91 Impfstoff- und Antikörperkandidaten gegen Infektionskrankheiten in der klinischen Entwicklung. Ein erheblicher Teil richtet sich gegen Erreger, für die es bislang keine zugelassenen Impfstoffe gibt, wie etwa Lyme-Borreliose, Epstein-Barr-Virus oder HIV. Zum Einsatz kommen dabei unterschiedliche moderne Technologien, von mRNA- bis hin zu proteinbasierten Impfstoffen.

Die Innovationspipeline adressiert nicht nur klassische Kinderimpfungen oder Infektionen der Atemwege, sondern auch globale Herausforderungen wie antimikrobielle Resistenzen, infektiös bedingte Krebserkrankungen oder eine verbesserte Vorsorge für zukünftige gesundheitliche Krisen. „Impfstoffforschung ist ein zentraler Pfeiler resilienter Gesundheitssysteme“, so Herzog. „Sie verbindet Prävention, Innovationskraft und Standortpolitik.“

Der Österreichische Impftag bietet jährlich nicht nur einen wichtigen Rahmen zur Bewusstseinsbildung, sondern auch eine wertvolle Plattform für den Austausch über die Bedeutung von Impfungen für Gesundheit und Innovation in Österreich.

Über die PHARMIG: Die PHARMIG ist die freiwillige Interessenvertretung der österreichischen Pharmaindustrie. Derzeit hat der Verband ca. 120 Mitglieder (Stand Jänner 2026), die den Medikamenten-Markt zu gut 95 Prozent abdecken. Die PHARMIG und ihre Mitgliedsfirmen stehen für eine bestmögliche Versorgungssicherheit mit Arzneimitteln im Gesundheitswesen und sichern durch Qualität und Innovation den gesellschaftlichen und medizinischen Fortschritt.

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