Kärntner Wirtschaft begrüßt Industriestrategie

Die von der Bundesregierung präsentierte Industriestrategie setzt aus Sicht der Kärntner Industrie wichtige und richtige Akzente zur Stärkung des Standorts. „Ein international wettbewerbsfähiger Industriestrompreis, die Senkung der Lohnnebenkosten, Maßnahmen zur Verfahrensbeschleunigung, eine gezielte Schlüsseltechnologie-Offensive sowie ein konsequenter Abbau nationaler Berichtspflichten sind dringend notwendige Schritte, um die heimische Industrie zu entlasten, Investitionen zu sichern und die unter Druck geratene Wettbewerbsfähigkeit zu stärken“, betont Michael Velmeden, Obmann der Sparte Industrie in der Wirtschaftskammer Kärnten.

Die Industriestrategie sende zudem ein wichtiges Signal an Unternehmen und Investoren. „Sie zeigt klar, dass die Industrie als tragende Säule des Wirtschaftsstandorts anerkannt wird und langfristig planbare Rahmenbedingungen geschaffen werden sollen. Das ist eine wesentliche Voraussetzung für Investitionsentscheidungen – gerade in einem international herausfordernden Umfeld“, so Velmeden. Für WK-Präsident Jürgen Mandl setzt die Industriestrategie ein klares Zeichen: „Industrie ist nicht Teil des Problems, sondern Teil der Lösung. Wer Wohlstand, Beschäftigung und technologische Souveränität sichern will, muss die Rahmenbedingungen für produzierende Unternehmen verbessern. Genau hier setzt diese Strategie an.“

Langfristige Finanzierung und rasche Umsetzung entscheidend

Nun komme es vor allem auf die Umsetzung an. „Die angekündigten Maßnahmen müssen rasch spürbare Entlastungen für die Betriebe bringen. Gleichzeitig braucht es eine gesicherte Finanzierung über den gesamten Zeitraum hinweg“, hält Velmeden fest. Die Zielsetzungen der Industriestrategie 2035 machten deutlich, dass industriepolitische Maßnahmen nur mit einem langen Atem und verlässlichen finanziellen Rahmenbedingungen wirksam werden können. „Ziel muss es sein, Vertrauen in den Standort zu schaffen und Betriebe wieder verstärkt zu Investitionen zu motivieren. Gerade für industrielle Leitbetriebe und ihre regionalen Wertschöpfungsketten ist Planungssicherheit von zentraler Bedeutung“, so der Industriespartenobmann.

Schlüsseltechnologien gezielt fördern, Wertschöpfungsketten mitdenken

Positiv bewertet Velmeden die klare Definition von Schlüsseltechnologien und deren strategische Förderung. „Die Fokussierung auf zentrale Technologiebereiche schafft Orientierung für Unternehmen und Investoren und ermöglicht einen gezielten Einsatz öffentlicher Mittel“, sagt Velmeden. Die vorgesehenen Mittel aus dem FTI-Pakt sowie beschleunigte Genehmigungsverfahren könnten dazu beitragen, Forschung schneller in industrielle Anwendungen und marktreife Innovationen zu überführen. Wichtig sei dabei jedoch eine ganzheitliche Betrachtung: „Schlüsseltechnologien funktionieren nur in vernetzten Wertschöpfungsketten. Bei der Umsetzung muss darauf geachtet werden, dass auch angrenzende Branchen und industrielle Zulieferstrukturen mitgedacht werden – insbesondere in einem Industrieland wie Kärnten“, betont Velmeden.

Praxisnähe als Maßstab

Besonders unterstreicht der Industriespartenobmann die Bedeutung einer praxisnahen Umsetzung: „Die Industriestrategie adressiert zentrale Herausforderungen der Industrie und enthält wichtige Ansatzpunkte. Ihr Erfolg wird sich aber daran messen lassen, ob die Maßnahmen im betrieblichen Alltag tatsächlich Entlastung bringen und Investitionen erleichtern.“ Die Wirtschaftskammer Kärnten werde sich jedenfalls weiterhin aktiv in den Umsetzungsprozess einbringen und die Interessen der heimischen Industrie auf allen Ebenen vertreten, erklärte Mandl: „Die Richtung stimmt. Entscheidend wird sein, dass die Maßnahmen rasch wirksam werden und Unternehmen das auch konkret spüren – bei Energiepreisen, Verfahren, Förderungen und Investitionen.“

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