IV zur Industriestrategie: Starkes Bekenntnis zum Industrieland Österreich – Umsetzung wird entscheidend sein

Die Industriellenvereinigung (IV) begrüßt das klare Bekenntnis der Bundesregierung zum Industrieland Österreich und die heute präsentierte Industriestrategie 2035. „Die angekündigten Maßnahmen und die langfristige Zielsetzung, Österreich wieder unter die Top-10 der führenden Industrienationen zu bringen, setzt eine erste wichtige strategische Positionierung. Die Industrie ist Rückgrat von Wohlstand, Beschäftigung und Innovation in Österreich“, betont IV-Präsident Georg Knill. Der Erfolg der Industriestrategie wird daran zu messen sein, ob eine Re-Industrialisierung in den nächsten Jahren geschafft wurde, welche anhand von quantifizierbaren Zwischenzielen jährlich sichtbar gemacht werden muss.

Die vorgelegte Industriestrategie enthält zahlreiche richtige Ansatzpunkte – insbesondere im Bereich Forschung, Innovation, Energie, Fachkräfte sowie Bürokratieabbau. „Die heutigen Ankündigungen sind eine solide Basis, mit der es nun zu arbeiten gilt. Auch die langfristige Zielsetzung gibt Orientierung für Unternehmen. Entscheidend wird nun sein, wie die angekündigten Maßnahmen konkret ausgestaltet und umgesetzt werden, diese sollte rasch, wirksam und praxisnah erfolgen“, unterstreicht Knill und betont: „Die Umsetzung der Ankündigungen darf keinesfalls mit neuen Kosten, zusätzlicher Bürokratie oder weiteren Regulierungen einhergehen. Österreich steht im internationalen Wettbewerb, zusätzliche Belastungen würden den Standort schwächen und somit das Ziel verfehlen.“

Strukturelle Reformen bleiben bislang ausgespart

Kritisch sieht die Industriellenvereinigung, dass dringend notwendige strukturelle Reformen bislang, auch abseits der Industriestrategie, ausgespart bleiben. Diese wären jedoch Voraussetzung, um finanzielle und wirtschaftliche Spielräume für die angeführten Maßnahmen zu schaffen. „Ohne strukturelle Reformen bei Staat, Verwaltung und Abgaben wird es nicht gelingen, die notwendigen Freiräume für Zukunftsinvestitionen zu eröffnen“, so Knill. „Gerade angesichts der budgetären Lage braucht es Reformen, die Effizienz erhöhen, Kosten senken und Wachstum ermöglichen.“ Auch der Kapitalmarkt als wichtige Finanzierungsbasis für Unternehmen bleibt de facto ausgespart und wäre eine wichtige Komponente.

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