Nach dem Lkw-Brand vor einer Woche gibt die ASFINAG den Brentenbergtunnel an der Salzburger Tauernautobahn bereits heute Freitag zwischen 15 und 16 Uhr – und damit viel früher als ursprünglich erwartet – wieder zur Gänze für den Verkehr frei. Die Galerie im Vorlauf des Portals wurde mit einem Stahlgerüst abgestützt. Aus Sicherheitsgründen gilt ein Tempolimit von 80 km/h.
Mobilitätsminister Peter Hanke: “Nach dem schweren LKW-Brand im Brentenbergtunnel auf der Tauernautobahn drohte in Richtung Villach ein monatelanger Stillstand auf einer unserer wichtigsten Lebensadern und eine immense Verkehrsüberlastung in den anrainenden Gemeinden. Das Projektteam der ASFINAG hat aber einen erfolgreichen Kraftakt hingelegt. Statt Sperre heißt es schon heute Nachmittag wieder freie Fahrt. Das ist kein Zufall, sondern das Ergebnis von Management-Expertise und harter Arbeit rund um die Uhr. Wir setzen dabei nicht nur Beton und Sicherheitstechnik instand, wir garantieren auch Mobilität für die Menschen, den Wirtschaftsstandort und Tourismus. Ein großes Danke für diesen Einsatz in Rekordzeit“.
ASFINAG-Vorstandsdirektor Hartwig Hufnagl: „Genau vor 200 Tagen haben wir die Tauernautobahn nach der umfangreichen Tunnelsanierung wieder vierspurig freigeben. Es war ein Tag der Freude für uns in der ASFINAG, aber auch für die Anrainergemeinden. Umso mehr freut es uns jetzt, dass sich die ersten schlimmen Befürchtungen nach dem Lkw-Brand zerstreut haben. Weil die A 10 eine Lebensader für Salzburg ist, war klar, dass wir alles daransetzen, diese so schnell wie möglich wieder verfügbar zu machen. Es ist gelungen: Ab heute steht der Tunnel wieder mit zwei Fahrspuren pro Richtung zur Verfügung, also vor der nächsten großen Reisewelle. Danke an ein großartiges Einsatz-Team, das das fast Unmögliche geschafft hat.“
Landeshauptfrau-Stellvertreter Stefan Schnöll: „Die letzten Tage waren für viele Pendlerinnen und Pendler und die Menschen in den Anrainergemeinden der A10 extrem belastend. Umso mehr freut es mich, dass wir die Tunnelröhre dank des Teamworks und des enormen Einsatzes der ASFINAG sogar noch vor dem Wochenende wieder öffnen können. Das ist eine echte Erleichterung für die gesamte Region und ein starkes Zeichen dafür, was möglich ist, wenn gemeinsam unter Hochdruck gearbeitet wird. Für das große Engagement der Fachleute der ASFINAG möchte ich mich an dieser Stelle ausdrücklich bedanken.“
Gewissenhafte Prüfungen und Begutachtungen
Interne Experten der ASFINAG sowie externe Gutachter haben über die letzten Tage die Statik und den Bauwerkszustand der Tunnelröhre in Richtung Salzburg exakt unter die Lupe genommen. Erfreuliches Ergebnis: das Tunnelgewölbe ist ausreichend stabil. Nur im Bereich der vorgelagerten Galerie war eine Stützkonstruktion zu errichten, die eine zweispurige Verkehrsführung erlaubt. Die Tunneldecke wird zudem eingenetzt, um ein allfälliges Herunterfallen von Teilen auszuschließen. Sämtliche elektrischen Sicherheitssysteme haben zuletzt die umfangreichen Funktionstests bestanden. Aus Sicherheitsgründen, auch im Zusammenhang mit den laufenden Arbeiten, gilt ein Tempolimit von 80 km/h, das vor Ort bis auf weiteres überwacht wird. Die ASFINAG appelliert an alle Lenkerinnen und Lenker, dieses unbedingt einzuhalten.
Der weitere Fahrplan
Die umfassende Instandsetzung des beschädigten Tunnelbereichs auf einer Länge von rund 100 Metern wird parallel zu der für den Februar schon lange anberaumten Sanierung des Freilandbereichs der Tunnelkette eingeleitet. Diese Arbeiten sind zum größten Teil in den Nachtstunden zu bewerkstelligen, damit können Verkehrsbehinderungen so gering wie möglich gehalten werden. Aus heutiger Sicht sollen die Arbeiten jedenfalls vor dem Sommerreiseverkehr abgeschlossen sein. Was die Höhe des Schadens betrifft, kann die ASFINAG derzeit noch keine seriösen Aussagen treffen.
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