Neue Ortsplatzgestaltung für die Gemeinde Reisenberg

Die Marktgemeinde Reisenberg steht vor einer bedeutenden Veränderung: Im Rahmen des Paving Design Award 2025 – ausgelobt vom Forum Qualitätspflaster – widmeten sich Studierende der Universität für Bodenkultur Wien der umfassenden Neugestaltung des Reisenberger Hauptplatzes. Der Wettbewerb, der bereits zum vierten Mal stattfand, rückte dieses Jahr erstmals ein Areal mit anspruchsvoller Topografie und großen Höhenunterschieden in den Mittelpunkt.

Das Projektgebiet umfasst eine Fläche von 6.650 m2. Die Besonderheit, die Landeshauptstraße L161 durchschneidet den Platz diagonal und erschwerte bislang eine einladende Nutzung. Neben dem Gemeindeamt befinden sich am Platz unter anderem ein Kindergarten, ein Senior*innentreff, zwei Lokale, Gewerbebetriebe sowie mehrere Bushaltestellen. Die Grünbereiche mit teils historischem Baumbestand und die Dreifaltigkeitssäule sind weitere prägende Elemente, die in die Neugestaltung einfließen sollen.

Auch Bürgermeister Günter Sam zeigte sich begeistert von den eingereichten Projekten: „Die Teilnehmer haben unsere Vorgaben nicht nur erfüllt, sondern großartig erweitert. Besonders spannend ist die Herausforderung, einen Platz mit starkem Gefälle und belebter Durchzugsstraße neu zu denken.“

Das Siegerprojekt „Verbundene Vielfalt – Leben und Bewegen am Hauptplatz“ überzeugte durch eine detaillierte Ortsanalyse und ein innovatives Höhenkonzept, das eine konsequente Verkehrslösung ermöglicht. Die Jury lobte die homogene Oberflächengestaltung und die Schaffung konsumfreier Zonen mit zahlreichen Aufenthaltsmöglichkeiten. Besonders hervorzuheben ist die Anwendung des Schwammstadt-Prinzips bei der Baumpflanzung, um den Herausforderungen des Klimawandels zu begegnen.

Das neue Verkehrskonzept sieht eine Reduktion der Verkehrsflächen zugunsten von Grünflächen vor und bündelt die Bushaltestellen logisch westlich der neuen Kreuzung. Für den Kindergarten wird ein neuer Hol- und Bringbereich vorgeschlagen. Ergänzende gestalterische Maßnahmen sollen die Geschwindigkeit auf der Landesstraße senken und die Aufenthaltsqualität erhöhen.

Das Engagement der Studierenden und die fundierte Bewertung durch die Jury zeigen, wie praxisnah und innovativ an der Universität für Bodenkultur gearbeitet wird. Wie Stefan Weissenböck, Vorstandsvorsitzender des Forums Qualitätspflaster, betont: „Die Vielfalt der Zugänge und der hohe Stellenwert ökologischer Lösungen haben uns beeindruckt.“

Bereits im Jänner 2026 wird das Siegerprojekt den Bürgern der Gemeinde Reisenberg vorgestellt, das lässt auf eine baldige Umsetzung hoffen.

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