Die aktuellen Aussagen von Stefan Herheim, Intendant des MusikTheaters an der Wien, in der heutigen Ausgabe der Tageszeitung „Kurier“ werfen ein kritisches Licht auf die derzeitige Kulturpolitik der Stadt. „Diese Schilderungen machen mehr als deutlich, dass im Kulturressort offenbar erhebliche Konzeptlosigkeit besteht“, so die Kultursprecherin der Wiener Volkspartei, Gemeinderätin Judith Edelmann in einer ersten Reaktion.
„Wenn ein Intendant öffentlich erklärt, dass Budgets zu spät vorliegen, langfristige Planung kaum möglich ist und grundlegende Fragen offenbleiben, dann ist das alles andere als ein Ruhmesblatt für die kulturpolitische Steuerung der Stadt“, so Edelmann und weiter: „Speziell ersichtlich wird das Dilemma der Organisationsstruktur Vereinigte Bühnen Wien, in der die Musicalsparte gewinnbringend sein könnte und die Opernsparte überaus förderungswürdig ist.“ Das „vorübergehende“ Schließen der Kammeroper scheint laut Intendant Herheim doch nicht ganz so notwendig zu sein, wie vom Kulturstadtratsbüro kolportiert. So wird dies wohl eher einem Exodus der Kammeroper entsprechen.
Der wachsende Unmut in der Kulturszene sei auch Ausdruck eines Systems, das derzeit nicht ausreichend Orientierung und Stabilität biete. „Die Kultur braucht nicht nur künstlerische Freiheit, sondern auch politische Verlässlichkeit. Wer von Exzellenz und internationaler Strahlkraft spricht, muss auch für entsprechende Planungssicherheit sorgen“, betont Edelmann.
Abschließend fordert Edelmann eine ausgewogene Kulturpolitik, die sowohl Qualität als auch Finanzierbarkeit im Blick behält: „Wien braucht eine Kulturpolitik, die von Effizienz, klaren Strategien, fairer Mittelverteilung und echter Planungssicherheit geprägt ist. Nur so kann die kulturelle Vielfalt und Stärke dieser Stadt nachhaltig gesichert werden.“
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS. www.ots.at
(C) Copyright APA-OTS Originaltext-Service GmbH und der jeweilige Aussender. Die Wiener Volkspartei Rathausklub