ARBÖ: Bei Eis und Schnee runter vom Gas

Die sehr winterlichen Bedingungen können regional zu glatten Fahrbahnen führen. In vielen Teilen des Landes wird außerdem Neuschnee erwartet. Um gut durch die teilweise chaotischen Fahrverhältnisse zu kommen ist es wichtig seine Fahrweise an die erschwerten Bedingungen anzupassen. So manche Verkehrsteilnehmer unterschätzen die Gefahren des Winters, wie zum Beispiel die verlängerten Anhaltewege bei nasser oder glatter Fahrbahn. Eisschichten, die sich unter der Schneeschicht bilden, sind für Autofahrerinnen und Autofahrer kaum ersichtlich und können große Gefahren bergen.

Hier die wichtigsten Tipps, um sicher ans Ziel zu kommen.

Richtiges Fahrverhalten

  • Geschwindigkeit reduzieren und den Sicherheitsabstand vergrößern: Als Richtwert gilt 30 % bei nasser Fahrbahn, 50 % bei Schneefahrbahn und sogar 70 % weniger Tempo bei Eisfahrbahn. Wichtig ist auch den Abstand zu anderen Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmern zu erhöhen, um die nötigen Reserven zu haben.
  • Sanft fahren: Hektische Lenkbewegungen, abruptes Bremsen und zu starkes Beschleunigen sollten vermieden werden. Sanftes und vorausschauendes Fahren helfen, die Rutschgefahr zu minimieren.
  • Richtig reagieren, wenn das Auto rutscht: Sollten alle Vorsichtsmaßnahmen versagen und das Auto ins Schleudern oder Schieben geraten, Kupplung (falls vorhanden) durchdrücken und voll auf die Bremse und in die gewünschte Richtung lenken.

Die Ausrüstung, das A&O

Ganz generell ist die richtige Ausrüstung bei winterlichen Fahrverhältnissen das „A und O“. Das Wichtigste bei Schnee sind die Winterreifen. Als Winterreifen dürfen nur solche verwendet werden, die folgenden Kennzeichnungen aufweisen: M+S, M.S., M&S, M/S oder das Schneeflockensymbol (3PMSF-Symbol). Ebenfalls zulässig sind Ganzjahresreifen, die diese Markierung aufweisen. Darüber hinaus ist darauf zu achten, dass die Reifen bis zum Ende der Winterreifensaison über eine Mindestprofiltiefe von 4 mm verfügen, dies ist per Gesetz vorgeschrieben (Diagonalreifen Mindestprofiltiefe 5 mm). „Bei Nichteinhaltung der situativen Winterreifenpflicht drohen Strafen von bis zu 10.000 Euro. Zu erwarten sind in so einem Fall auch Probleme mit der Versicherung, wenn es bei winterlichen Fahrverhältnissen zu einem Unfall kommt und das Fahrzeug nicht mit entsprechender Bereifung unterwegs war“, erklärt ARBÖ-Rechtsexperte Johann Kopinits. In rechtlicher Hinsicht sollte auch auf saubere Kennzeichen geachtet werden. Der Schmutz von Salzfahrbahnen, sowie Neuschnee führen schnell dazu, dass diese unleserlich werden. Im Regelfall werden hier Strafen um die 70 Euro, im Extremfall sieht das Kraftfahrergesetz sogar Strafen bis zu 10.000 Euro vor.

Fahrtrainings

Um auf die winterlichen Fahrverhältnisse gut vorbereitet zu sein, rät der ARBÖ zu Fahrsicherheits-Trainings. Dabei können gezielt Grenzbereiche des eignen Kfz getestet und erlernt werden. Im Zuge des Fahrsicherheits-Trainings werden entsprechende Abwehrhandlungen vermittelt und trainiert, die in akuten Situationen einen Unfall verhindern bzw. die Unfallfolgen vermindern können. Aktuelle Informationen und Kursangebote sind unter www.arboe-sicher.at/ zu finden.

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