„Verzögerung unverständlich“: Universitäten fordern raschen Abschluss des FTI-Pakts

Mit Befremden regieren die Universitäten auf das Ausbleiben des FTI-Pakts. „Wir Universitäten sind in Vorleistung getreten und haben dem Wissenschaftsministerium geholfen, seinen Teil zur Finanzierung des FTI-Pakts beizutragen. Und das war nicht einfach“, sagt uniko-Präsidentin Brigitte Hütter. „Wir erwarten, dass nun auch die anderen beteiligten Ressorts, das Wirtschafts- und das Infrastrukturministerium, ihre Aufgabe erfüllen und die Regierung Ergebnisse liefert.“ Die Forschungsfinanzierung benötige Planungssicherheit und sei ein wesentliches Investment in die Zukunft des Landes, gerade auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten.

Die Universitäten haben 121 Millionen aus ihren Budgets und weitere 25 Millionen aus einer Mietbremse beigesteuert. „Wir haben noch vor Weihnachten in intensiven Verhandlungen 22 Verträge abgeändert, damit die Republik ihre eigenen Vorgaben, nämlich den FTI-Pakt zeitgerecht mit Ende 2025 zu fixieren, einhalten kann. Wir haben auf eine Erfolgsmeldung gewartet und müssen nun vernehmen, dass sich der Abschluss weiter verzögert. Das ist unverständlich“, kritisiert Hütter.

Erwartungen der Universitäten an Industriestrategie

Die offenbar geplante Kopplung des FTI-Pakts mit der Industriestrategie sei zwar kein Beinbruch, aber auch nicht erstrebenswert. „Forschung ist ein Schlüsselbereich und verdient eine angemessene Wertschätzung – nicht nur, aber auch in der öffentlichen Präsentation“, so Hütter. Die uniko-Präsidentin hofft, dass der FTI-Pakt nicht dazu herhalten muss, magere Ergebnisse von Regierungsverhandlungen zu übertünchen, denn immerhin wurde auch die Industriestrategie bereits verschoben. Hütter hält fest, dass die Universitäten Erwartungen an die Industriestrategie haben, etwa Kapitalmarktreformen auf nationaler und europäischer Ebene für eine ausreichende Finanzierung von Start-ups sowie eine Welcome-Kultur für Jungforscher:innen und Spitzenkräfte aus Drittstaaten.

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