Dr. Christine Reiler präsentiert im ORF-Gesundheitsmagazin „Bewusst gesund“ am Samstag, dem 10. Jänner 2026, um 17.30 Uhr in ORF 2 und auf ORF ON folgende Beiträge:
Was das Blut verrät
Unser Blut verrät mehr über uns, als wir bisher dachten – und die Medizin macht hier gewaltige Fortschritte. Eine Vielzahl von Erkrankungen könnte sich künftig bereits im Frühstadium anhand einer einfachen Blutabnahme erkennen lassen. Im klinischen Institut für Labormedizin im AKH werden derzeit pro Tag rund 90.000 Blut-Analysen gemacht. 450 verschiedene Parameter können bereits untersucht werden, um Krankheiten zu erkennen. Auch das Erbgut, die DNA, kann man anhand einer Blutprobe untersuchen und analysieren. Andere Bluttests wiederum zielen auf eine Vorhersage ab, ob ein bestimmtes Erkrankungsrisiko besteht. Bevor solche Tests jedoch routinemäßig angewendet werden können, müssen noch einige Studien abgeschlossen werden. Und damit solche Studien überhaupt gemacht werden können, braucht es entsprechendes Probenmaterial. Dieses wird mit Einverständnis der Spenderinnen und Spender in Biobanken gelagert. Gestaltung: Andi Leitner
Studiogespräch: Bluttests
Beim neuesten Bluttest, der aufhorchen lässt, geht es um die Früherkennung von ALS, einer schweren Erkrankung des Nervensystems, die zu einer fortschreitenden Lähmung der Muskulatur führt. Auch zur Früherkennung von Darmkrebs gibt es bereits Bluttests. Zuletzt hat ein Forschungsteam der MedUni Wien den ersten Bluttest entwickelt, mit dem man das Risiko, an Multiple Sklerose zu erkranken, bereits Jahre vor dem Eintreten erster Symptome erkennen kann. Wie vielversprechend ist diese Entwicklung also, und was wird sich bald noch aus dem Blut lesen können? Das erläutert DDr. Helmuth Haslacher, Leiter der Flüssigproben-Biobank der Medizinischen Universität Wien.
Neujahrsvorsatz Gewichtsverlust
Es ist ein klassischer Neujahrsvorsatz: Rund zwei Drittel der Österreicherinnen und Österreicher haben sich vorgenommen abzunehmen. Insgesamt wollen sie, so lässt es sich anhand einer Umfrage errechnen, 44.000 Tonnen Fett verlieren. Aber wie? Grundsätzlich gibt es kein Patentrezept, das für alle gilt – außer, dass der Kalorienverbrauch höher sein muss als die Kalorienzufuhr. Und dafür ist nicht immer die große Umstellung nötig, oft reichen kleine Rädchen, an denen man schraubt. So hat es auch eine Niederösterreicherin geschafft, insgesamt 16 Kilogramm abzunehmen. Sie hat damit begonnen, etwas weniger zu essen und zusätzlich moderat Sport zu treiben. Laut einer amerikanischen Studie würde es – in Kombination mit Bewegung – oft ausreichen, beispielsweise auf eine Semmel am Tag zu verzichten, um Gewicht zu verlieren. Ein Kardinalfehler sei allerdings, dass sich Menschen oft nach dem Sport mit zu viel Essen belohnen. „Bewusst gesund“ zeigt, wie Sport und Ernährung zusammenhängen und mit welchen kleinen Tricks man Kalorien einsparen bzw. zusätzlich verbrennen kann. Gestaltung: Steffi Zupan
„Bewusst gesund“-Tipp zum Thema Roemheld-Syndrom
Das sogenannte Roemheld-Syndrom ist wenig bekannt. Dieser Begriff, benannt nach dem Entdecker, beschreibt Symptome, die einer Herzerkrankung ähneln – ausgelöst werden sie aber durch Gasansammlungen im Darm. Es beginnt mit einem harmlosen Völlegefühl, gefolgt von einem unangenehmen Druck im Oberbauch, und kann bei den Betroffenen zu Beschwerden wie Herzrasen, Atemnot und Angstattacken führen. Weil es aber eben die typischen Symptome einer Herzerkrankung aufweist, obwohl das Herz eigentlich gesund ist, wird das Roemheld-Syndrom zunächst oft nicht erkannt oder falsch diagnostiziert, erklärt Prof. Dr. Siegfried Meryn.
Billardmeisterin – mit 77 in Topform!
Billard ist weit mehr als ein Kaffeehausspiel oder Zeitvertreib – es ist auch eine Wettkampf-Sportart, die Konzentration, Technik und strategisches Denken auf höchstem Niveau erfordert. Ob im Pool, Snooker oder Karambol – Billard vereint körperliche Kontrolle, mentale Stärke und sportlichen Ehrgeiz wie kaum eine andere Präzisionssportart. Neben körperlicher Fitness sind Ruhe, Ausdauer und ein gutes Auge entscheidend. Das macht Billard zu einem Sport, der Alters- und Geschlechtergrenzen überwindet und Menschen auf allen Leistungsstufen begeistert – vom ambitionierten Jugendlichen bis zur erfahrenen Seniorin. Das beweist die 77-jährige Wienerin Ingrid Englbrecht, die 2025 Staatsmeisterin wurde und auch dieses Jahr wieder bei den Österreichischen Staatsmeisterschaften antreten wird. Gestaltung: Steffi Zupan
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