Ski-WM in Saalbach: Sportliches Großereignis als Umsatzsschub für den Sporthandel – Acht Medaillen für Österreich erwartet

Ski-WM in Saalbach: Sportliches Großereignis als Umsatzsschub für den Sporthandel – Acht Medaillen für Österreich erwartet

Der Countdown läuft: Am 4. Februar startet in Saalbach die Alpine Ski-WM. Mehr als 600 Athlet:innen aus 70 Nationen messen sich in insgesamt elf Bewerben. Die Heim-WM ist ein idealer Anlass, um die Bedeutung des aktiven Wintersports in Österreich zu analysieren.

Eine Weltmeisterschaft ist immer etwas Besonderes, eine Heim-WM umso mehr. Auch wenn die großen Siege heuer bisher ausgeblieben sind: Die Formkurve des ÖSV-Teams zeigt nach oben. Die heimischen Fans rechnen deshalb im Schnitt mit acht Medaillen. Zwei Drittel der Österreicher:innen wollen die Ski-WM mitverfolgen. Gleichzeitig steigt die Motivation, selbst aktiv zu werden“, fasst Rainer Will, Geschäftsführer des freien, überparteilichen Handelsverbands, die Ergebnisse des aktuellen Consumer Checks zusammen. Die repräsentative Befragung von mehr als 1.000 Österreicher:innen wurde Mitte Jänner durch das Marktforschungsinstitut Repubblika durchgeführt.

Alpinski ist die liebste Wintersportart

Welche Wintersportarten üben die Österreicher:innen selbst aus? Mit 29 % ist der Alpinskilauf die Nummer eins, dicht gefolgt von Schlittschuhlaufen (28 %). 31 % der Befragten betreiben gar keinen Wintersport. Hier das Ranking:

  1. Alpinskilauf: 29 %

  2. Schlittschuhlauf: 28 %

  3. Bob-/Schlitten-/Rodelfahren: 24 %

  4. Langlaufen: 15 %

  5. Schneeschuhwandern: 14 %

  6. Eisstockschießen: 9 %

  7. Skitouren-Gehen: 9 %

  8. Snowboarden: 7 %

  9. Eishockey: 3 %

Frauen und Gen Z bevorzugen Schlittschuhlauf

Zwischen den Geschlechtern treten dabei einige bedeutende Unterschiede zutage: Männer laufen deutlich öfter Ski (35 %) als Frauen (24 %), während umgekehrt mehr Frauen auf Schlittschuhen unterwegs sind (36 %) als Männer (21 %). Eisstockschießen, Snowboarden und Eishockey sind hingegen klare Männerdomänen.

Betrachtet man die Altersgruppen, so erfreut sich Alpinski besonders bei der Generation X (44 – 59 Jahre) großer Beliebtheit (34 5). Bei der Gen Z (18 – 28 Jahre) liegt hingegen das Schlittschuhlaufen vorne (44 %). Die Millennials (29 – 43 Jahre) wiederum bevorzugen Bob-, Schlitten- oder Rodelfahren (39 %). Snowboarden ist in der Gen Z und unter Millenials ebenfalls weitaus populärer als im Bevölkerungsschnitt.

200 Euro Jährlich für Wintersport-Equipment

Wintersportler investieren im Schnitt etwa 200 Euro pro Jahr in ihre Ausrüstung samt Bekleidung, Schuhen & Zubehör. 83 % der Ski- und Snowboardfahrer besitzen ihr eigenes Equipment, während 17 % auf Leihski setzen.

11 % haben sich in der aktuellen Saison neue Skier oder ein Snowboard gekauft, weitere 44 % innerhalb der letzten drei Jahre. Lediglich 4 von 100 Skiläufern haben ihre Bretter second-hand erstanden. Im Schnitt verbringen Österreicher:innen neun Tage pro Saison auf der Piste.

Am meisten geben Tiroler und Vorarlberger für ihr Wintersport-Hobby aus (255 Euro/Jahr), gefolgt von Oberösterreichern und Salzburgern (215 Euro). Danach kommen Steiermark und Kärnten (209 Euro) sowie Niederösterreich und Burgenland (185 Euro). Die Wiener investieren mit durchschnittlich 149 Euro am wenigsten.

Sechs von zehn verfolgen die Ski-WM

Ein knappes Drittel der Österreicher:innen plant, mehrere Bewerbe der Ski-WM in Saalbach mitzuverfolgen, ein weiteres gutes Drittel zumindest einzelne Rennen. Mehr als jede:r Dritte (36 %) gibt an, dass durch Großereignisse wie die Ski-WM die Lust wächst, selbst aktiv Sport zu betreiben.

Und wie stehen die Medaillen-Chancen des ÖSV-Teams? Die Österreicher:innen zeigen sich durchaus patriotisch: 30 % der Befragten rechnen mit einer zweistelligen Anzahl an Medaillen, 23 % erwarten 6 bis 9 Medaillen, 44 % tippen auf 1 bis 5 Medaillen. Nur 2 % glauben, dass Österreich leer ausgeht. Im Durchschnitt wird mit 8 Medaillen gerechnet. Die endgültige Bilanz steht am 16. Februar fest.

Für Österreich hat die Heim-WM in Saalbach doppelte Strahlkraft – sportlich wie wirtschaftlich. Sie stärkt vor allem den Sportartikelhandel, besonders in den alpinen Regionen Österreichs. Wenn sportliche Großereignisse Menschen dazu motivieren, selbst aktiv zu werden, profitiert neben der persönlichen Fitness auch der gesamte Wirtschaftsstandort. Jetzt heißt es: Daumen drücken für unsere Athletinnen und Athleten – und selbst die Freude am Wintersport ausleben“, schließt Handelssprecher Rainer Will.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS. www.ots.at
(C) Copyright APA-OTS Originaltext-Service GmbH und der jeweilige Aussender. Handelsverband

Comments (0)
Add Comment