Sehr bestürzt zeigt sich Pfotenhilfe-Chefin Johanna Stadler nach der erschütternden Nachricht von Mittwoch Nachmittag, wonach am Montag in St. Pantaleon, Bezirk Braunau, unweit des Tierschutzhofs Pfotenhilfe eine von Pensionisten versorgte herrenlose Katze nach mehreren Tagen Abgängigkeit aufgrund von Schmerzensschreien wieder gefunden worden sei. Laut Tierarzt seien die Genitalien mit einer Schere abgeschnitten worden.
Das erfülle jedenfalls den Tatbestand der gerichtlich strafbaren Tierquälerei, weshalb die Pfotenhilfe jetzt eine Prämie von 1.000,- Euro für sachdienliche Hinweise aussetzt, die zur Überführung des Täters führen, dem bis zu zwei Jahre Gefängnis drohen. Stadler: „Es ist kaum zu glauben, aber selbst nach meinen über 30 Jahren im Tierschutz gibt es immer noch eine Steigerung unmenschlicher Grausamkeit gegenüber Tieren! So eine unfassbar barbarische Tat darf nicht ungestraft bleiben, weswegen wir mit der Ergreiferprämie helfen wollen, den Täter zu finden!“
Tierquäler üben nur!
Letztes Jahr hielt Univ.-Prof. Dr. Birgit U. Stetina von der Psychologischen Fakultät der Sigmund-Freud-Universität Wien einen Vortrag zum Thema (siehe https://www.tierschutzombudsstelle.steiermark.at/cms/beitrag/12910204/138741427/) und sagte: „Es werden signifikante Zusammenhänge zwischen Tierquälerei, Kindesmisshandlung und Kindesvernachlässigung, häuslicher Gewalt, Misshandlung älterer Menschen und anderen Formen von Gewalt festgestellt. Forscher bestätigen, dass die Misshandlung von Tieren nicht mehr als isolierter Vorfall angesehen werden kann, der ignoriert werden darf: Gewalt gegen Tiere ist oft ein Indikator oder ein Prädiktor für Kriminalität und ein Warnzeichen dafür, dass andere Familienmitglieder im Haushalt möglicherweise nicht sicher sind.“
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