Stögmüller/Disoski/Schöll zum internationalen Lesbian Visibility Day: Der Rechtsruck bedroht die Rechte lesbischer Frauen

„Der Lesbian Visibility Day macht darauf aufmerksam, dass lesbische Frauen im Alltag, in Politik und Wirtschaft immer noch zu wenig sichtbar sind und schafft ein Bewusstsein dafür, dass sie immer noch Diskriminierung in Form von LGBTIQ-Feindlichkeit und Sexismus erfahren. Nicht nur am Lesbian Visibility Day muss sichergestellt sein, dass alle Frauen, unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität, ein sicheres und selbstbestimmtes Leben führen können. Wir Grüne werden uns immer für mehr Gleichberechtigung von LGBTIQ+-Personen einsetzen und dort aufstehen, wo Diskriminierung stattfindet“, sagt der LGBTIQ+-Sprecher der Grünen, David Stögmüller.

„Seit wir Grüne in Regierungsverantwortung sind, haben wir viel für gleichgeschlechtliche Paare bewirken können. Dazu gehört die rechtliche Gleichstellung bei gleichgeschlechtlicher Elternschaft. Das bedeutet, dass die vorgeburtliche Anerkennung der Elternschaft bei zwei verheirateten oder in einer eingetragenen Partnerschaft lebenden Frauen automatisch möglich ist“, sagt Stögmüller und warnt: „Doch alle diese Errungenschaften sind in Gefahr. Rechtspopulistische Parteien wie die FPÖ und erzkonservative Gruppierungen wollen unsere hart erkämpften Menschen-und Grundrechte der LGBTIQ-Community und die Selbstbestimmung aller Frauen wieder abmontieren. Was uns droht, zeigt ein Blick zu den Vorbildern der FPÖ: Ungarn hat erst diese Woche das sogenannte „Anti-LGBTIQ-Gesetz“ nach russischem Vorbild weiter verschärft. Neben Büchern, Filmen und Serien, muss künftig auch Spielzeug mit LGBTIQ-Inhalten gekennzeichnet werden und darf im Umkreis von 200 Metern von Schulen, Kirchen und anderen Einrichtungen, die von Kindern besucht werden, nicht mehr verkauft werden. Wir Grüne werden dagegenhalten und die Brandmauer gegen den Rechtsruck sein. Wir werden die Orbánisierung Österreichs nicht zulassen.“

„Heute ist der Tag der lesbischen Sichtbarkeit. Gerade für junge Frauen und für jene, die sich mit ihrer sexuellen Orientierung und ihrer Geschlechtsidentität auseinandersetzen, ist die Sichtbarkeit von Lesben in der Öffentlichkeit von großer Bedeutung“, sagt Meri Disoski, stellvertretende Klubobfrau und Frauensprecherin der Grünen, anlässlich des Lesbian Visibility Day. „Der heutige Tag macht auf die vielseitigen Diskriminierungen aufmerksam, denen lesbische Frauen nach wie vor ausgesetzt sind. Lesbische Frauen haben weiterhin mit besonderen Hürden zu kämpfen. Zur LGBTIQ-Feindlichkeit kommt oft noch Sexismus hinzu. Umso vehementer und entschlossener kämpfen wir weiter für einen umfassenden Diskriminierungsschutz“, sagt Disoski.

„Auch im Jahr 2024 feiern wir den lesbischen Sichtbarkeitstag. Es ist nach wie vor wichtig, lesbische Frauen in der Gesellschaft sichtbar zu machen. Aufgrund ihres Frau* seins und ihrer sexuellen Orientierung werden Lesben diskriminiert und sind vermehrt Gewalt ausgesetzt. Um dem entgegenzuwirken, braucht es mehr Sichtbarkeit und Repräsentation von Lesben im öffentlichen Raum. Dadurch werden auch die Bedürfnisse und Rechte dieser Personengruppe stärker thematisiert. Wir als Grüne Andersrum Wien wollen heute und auch an jedem anderen Tag Lesben empowern und die Community stärken“, sagt, Katharina Schöll, Sprecherin der Grünen Andersrum Wien.

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