SPÖ-Erasim: Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz für Schwarz-Grün nur Vertagung wert

SPÖ-Tourismussprecherin Melanie Erasim ist nach der heutigen Sitzung des Tourismusausschusses enttäuscht, dass die Regierungsfraktionen sich nicht mit einer Zustimmung zum SPÖ-Antrag klar für Schutzbestimmungen vor sexuellem Missbrauch im Tourismussektor ausgesprochen haben. „Laut einer aktuellen Studie von WK, AK und Vida sehen sich 80 Prozent der Arbeitnehmerinnen in der Gastronomie mit sexueller Belästigung konfrontiert, 62 Prozent sogar mehrmals. Mit unserem Antrag fordern wir Präventionskonzepte und Hilfsmaßnahmen für Betroffene ein. Trotz Lippenbekenntnissen aller Fraktionen kam es auch hier nur zu einer Vertagung. Das ist sehr enttäuschend, denn wer schnell hilft, hilft doppelt.“, so die Tourismussprecherin. **** 

Erasim kritisiert, dass der Regierung die widrigen Arbeitsbedingungen im Tourismus nicht wichtig seien, wie sich auch am Umgang mit den anderen SPÖ-Anträgen sehen ließe. Zwei weitere Anträge der SPÖ wurden von den Regierungsfraktionen vertagt, die Verbesserungen der Arbeitsumstände forderten. Erasim ortet eine Überschneidung der Interessen von Arbeitnehmer:innen und –geber:innen im Bereich der Dienstwohnungen: „Die aktuellen Regelungen sind nicht mehr zeitgemäß und führen zu erstickenden Wohnverhältnissen. Es ist höchste Zeit, Regelungen zu schaffen, von denen das Personal profitiert.“ Die SPÖ forderte auch einen Sozial-, Aus- und Weiterbildungsfonds, um Tourismuskräfte, die durch Saisonarbeit besonders oft in Phasen der Arbeitslosigkeit stecken, in diesen Zeiten Fortbildungschancen einzuräumen. „Wieder eine vertane Chance, um sich für bessere Rahmenbedingungen im Tourismus einzusetzen“, schließt Erasim. (Schluss) sd/pok

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