„Haltung statt Festung“: Hochschultour zu Außengrenzen beginnt mit EU-Kandidat_innen am 16. April in Wien

„Trotz multipler globaler Krisen und Kriege, dürfen wir nicht zulassen, dass die hässlichen Bilder, die illegalen Pushbacks und Gefängnisse, die systematisch stattfindende Entrechtung von Schutzsuchenden an den europäischen Außengrenzen als neue Normalität hingenommen und verschwiegen werden. Umso mehr gilt es Betroffene, Migrationsexpert_innen, Seenotretter_innen und Verantwortungsträger_innen vor den Vorhang zu ziehen.“, stellen das ÖH Vorsitzteam bestehend aus Nina Mathies, Sarah Rossmann sowie Simon Neuhold und SOS Balkanroute Obmann Petar Rosandić „Kid Pex“ gemeinsam vor Tourbeginn klar.

„Gewalt geht uns alle an“

Die Eröffnung in Wien (16. April, Festsaal Uni Wien, 18:30 Uhr) findet ganz im Zeichen der EU-Wahl und der Kandidat_innen der Grünen, ÖVP, SPÖ, NEOS und KPÖ statt, die sich unter der Moderation von Paul Tesarek auch den aktuell im Wahlkampf heiß diskutierten Fragen zum Thema Migration stellen werden. Bereits zugesagt haben Lena Schilling (Grüne), Theresa Bielowski (SPÖ), Arabel Bernecker-Thiel (NEOS). Weiters haben die ÖVP und die KPÖ ihre Teilnahme zugesichert.

„Die Gewalt an Europas Außengrenzen geht uns alle an – denn sie bleibt nicht dort, sondern greift ins Innere. Für viele Studierende ist unvorstellbar, was nur wenige Kilometer von Wien passiert, ob im Mittelmeer, in Bihać oder an der ungarisch-serbischen Grenze. Darüber aufzuklären, ist Aufgabe einer kritischen Forschung und Lehre, die sich dem Gedanken der Humanität und der Menschenrechte verpflichtet fühlt“, sagt Migrationsforscherin Judith Kohlenberger von der WU, die neben Petar Rosandić von SOS Balkanroute das Eröffnungsplädoyer im Festsaal der Uni Wien halten wird.

Seawatch-Kapitän beantwortet Fragen

Der zweite Tourstopp führt am 18. April um 18:30 Uhr an die Karl-Franzens-Universität in Graz (HS 11.02, Heinrichstraße 36), wo sich alles um das Thema „Seenotrettung“ drehen wird. Neben einem Film-Screening erwarten die Besucher_innen die Mitglieder_innen der „Sea-Watch Crew“, darunter auch der österreichische Seenotretter Jakob Frühmann („Sea-Watch 4“), der sich Fragen Studierender und interessierter Menschen stellen wird.

In Linz wird am 23. April im „Moviemento Kino“ (OK-Platz 1) ab 18:00 Uhr der Film „Shadow Game“ gezeigt. Dieser begleitet den Teenager auf der Balkanroute entlang ihres Weges und wurde 2021 zum europäischen Dokumentarfilm des Jahres gekrönt (Prix Europe). Am 25. April, zum Abschluss in Innsbruck, trifft sich die dortige engagierte Zivilgesellschaft ab 18:30 Uhr im Kulturbogen: Aktivist David Troppmair berichtet von seinen Reisen an den Außengrenzen, Matthias B. Lauer (Fluchtpunkt) und Schwester Notburga (Tertiarschwestern Hall) vom Engagement und Aktivismus in Tirol. Zum Abschluss findet ein Benefizkonzert statt. 

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