Industrie begrüßt Anreize in Richtung Vollzeitarbeit

„Österreichs Industrie- und Arbeitsstandort braucht ausreichend Arbeits- und Fachkräfte, um im internationalen Wettbewerb bestehen zu können. Die Zahl der unselbstständig Beschäftigten in Österreich hat 2023 im Vorjahresvergleich um über 40.000 zugenommen und ein Rekordniveau erreicht, das Arbeitsvolumen insgesamt hingegen stagniert. Es gilt alles daran zu setzen, um auch dieses zu erhöhen“, betont Christoph Neumayer, Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV), anlässlich des heutigen Pressegesprächs über Maßnahmen für mehr Vollzeitanreize am Beispiel des neuen Kombilohnmodells mit Bundesminister Martin Kocher und AMS-Vorständin Petra Draxl.

Durch die Änderungen bei der Kombilohnbeihilfe des AMS werden finanzielle Anreize geschaffen, die die Bereitschaft erhöhen sollen, Beschäftigungen mit höherem Stundenausmaß anzunehmen. Diese Beihilfe kann arbeitslosen Personen mit Vermittlungseinschränkungen gewährt werden, um sie bei der Arbeitsmarktintegration zu unterstützen. Bei einer Beschäftigung ab 30 Wochenstunden erhöht sich aufgrund der Änderungen der vom AMS gewährte Zuschlag und setzt Anreize, mehr Stunden zu arbeiten. Die IV begrüßt diese Weiterentwicklung des Kombilohnmodells. „Es ist erfreulich, dass mit dieser Reform wichtige Anreize zur Mehrarbeit geschaffen wurden. Allerdings braucht es noch weitere Anreize, die die Erhöhung des Arbeitsvolumens insgesamt unterstützen“, merkt Neumayer an.

Die IV hat sich bereits mehrfach dafür ausgesprochen, einen Vollzeitbonus einzuführen, der es attraktiver macht, eine Vollzeittätigkeit aufzunehmen bzw. von Teil- auf Vollzeit zu wechseln. Darüber hinaus braucht es auch einen Rechtsanspruch auf qualitätsvolle Kinderbetreuung ab dem ersten Lebensjahr. „Wir müssen jene Menschen belohnen, die bereit sind mehr zu leisten und das Arbeitsvolumen zu erhöhen. Eine Stellschraube können hier auch Adaptierungen im Steuersystem darstellen“, so Neumayer abschließend.

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