Nahezu 1.000 Anmeldungen aus 36 Ländern und sechs Kontinenten gab es für die seit 15. Jänner 2024 tagende Online-Konferenz Das Kunstmuseum im digitalen Zeitalter. Die anhaltend hohe Teilnehmer*innenzahl aus außereuropäischen Ländern spiegelt das globale Interesse wider, sich mit dem Metaverse, Web3 und Künstlicher Intelligenz im kulturellen Feld auseinanderzusetzen. Die Tagung endet am Freitag, dem 19. Jänner, mit einem Workshop und einer Podiumsdiskussion.
In der sechsten Ausgabe der internationalen Tagung wird derzeit die digitale Transformation von Kunstmuseen mit Beiträgen zu Machine Learning versus menschliche Kuration, zur digitalen Vernetzung und aggregierten Analyse von Kulturerbe-Daten sowie zu immersiven Erfahrungen im Spannungsfeld von Virtualität und Realität thematisiert. Ein besonderer Fokus liegt 2024 auf dem verantwortungsvollen Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Museumsbereich.
Am Eröffnungstag hielt Lev Manovich (The Graduate Center, City University of New York) die Keynote Lecture zum Thema AI in the Museum. Manovich ist einer der weltweit führenden Theoretiker*innen des Digitalen und ein Pionier in der Anwendung der Datenwissenschaft zur Analyse der zeitgenössischen Kultur. In seinem Vortrag beschäftigte er sich mit der künstlerischen Nutzung von KI-getriebenen Bildgeneratoren und stellte die These auf: „Je mächtiger KI wird, umso eher reproduziert sie Gemeinplätze, auf die sich alle einigen können.“ Diese Präsentation wird – wie alle Vorträge der Tagung – in den kommenden Wochen als Videomitschnitt auf der Konferenz-Website bereitgestellt.
Morgen, Freitag, 19. Jänner, besteht ab 17 Uhr noch Gelegenheit, an der abschließenden Podiumsdiskussion im Belvedere 21 kostenlos teilzunehmen. Nach dem bereits ausgebuchten Workshop wird Christian Huemer, Leiter des Belvedere Research Center, mit Kimmo Levä (Finnish National Gallery, Helsinki), Nina Röhrs (Roehrs & Boetsch, Zürich), Gerfried Stocker (Ars Electronica, Linz) und Sophia Widmann (MUSEUM BOOSTER, Wien) zu museumsrelevanten Themen wie der virtuellen Präsenz von zeitgenössischer Kunst oder der Monetarisierung von Kulturerbe-Daten diskutieren. Die Abschlussveranstaltung wird auch über Zoom mit englischer Simultanübersetzung gestreamt.
Anmeldung zur Podiumsdiskussion
Weitere Informationen und das Programm finden Sie auf der Konferenz-Website.
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