Wien (OTS) – Das Jahr 2024 hat mit einem neuen ORF-Programm begonnen. Der neuen ORF-Gesetzesnovelle folgend bietet der ORF ab 2024 ein exklusives Angebot für die jüngste Generation. Aber worauf ist dabei zu achten, damit Kinder Freude daran haben? Was ist der Unterschied zum Angebot der Streamer?
Darüber diskutierte eine kompetente Runde in einem ORF-DialogForum; die Aufzeichnung der Veranstaltung wird am Samstag, dem 6. Jänner 2024, um 8.25 Uhr in ORF III ausgestrahlt. Die Diskussion fand am 14. Dezember 2023 im ORF RadioKulturhaus statt.
Jessica Braunegger, Kinderbüro, sieht „großes Potenzial“ im neuen ORF-Kinderkanal: „Da weiß man: Das sind vertrauenswürdige Informationen.“ Sie begrüßt, dass ORF KIDS „Kinder für sich selbst sprechen“ lässt.
Maya Götz, Internationales Zentralinstitut für das Jugend- und Bildungsfernsehen, konstatiert, dass Kinder angesichts der Vielzahl an Angeboten „eben jetzt Unterstützung“ brauchen: „Qualität heißt, Kinder in den Mittelpunkt zu stellen und ihnen etwas anzubieten, das ihre Fragen beantwortet. Kinder sollen sich selbst in ihren Lebenswelten wiederfinden.“
Yvonne Lacina-Blaha, ORF KIDS, berichtet von der Herausforderung, in so kurzer Zeit eine eigene ORF-Plattform für Kinder aus der Taufe zu heben: „Der Weg entsteht im Gehen. Wir haben 14 neue Formate entwickelt und werden damit in den Lebenswelten der Kinder sein. Auf ORF KIDS können wir nun alle Fragen in längeren Formaten beantworten und haben noch mehr Möglichkeiten, die Kinder zu begleiten.“
Judith Ranftler, Volkshilfe, betonte, wie wichtig es sei, dass sich auch Kinder in herausfordernden Lebenssituationen wiederfinden:
„Kinderarmut ist ein schweres Thema, ebenso Rassismus. Gleichzeitig ist es eine Lebensrealität. Deshalb sollte sich der ORF nicht davor scheuen, dieses Thema anzugreifen.“
Jeanette Steemers vom King’s College London wies darauf hin, dass es Vorteile vor allem für kleine Länder bringt, wenn das öffentlich-rechtliche Programm die speziellen und regionalen Welten der Kinder im Land abbildet. „So kann man junge Zuseherinnen und Zuseher gewinnen, die dann später als Erwachsene vielleicht zum öffentlich-rechtlichen Sender zurückkommen.“
Martina Thiele, Medien- und Kommunikationswissenschafterin an der Universität Tübingen, brach eine Lanze für das öffentlich-rechtliche Programmangebot für Kinder trotz Smartphone und Tablet. „Denn Kinder sollten beim Medienkonsum ihre Welt wiederfinden – das ist bei Streamern, die nicht vor Ort sind, nicht der Fall.“
Moderiert wurde das ORF-DialogForum von Klaus Unterberger, ORF Public Value.
Das ORF-DialogForum ist eine Initiative des ORF, um das Gespräch mit seinem Publikum, den österreichischen Institutionen, den Organisationen und Gruppen der Gesellschaft zu beleben.
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