Bundesratspräsidentin Claudia Arpa und Abgeordnete im Gespräch mit Parlamentariern aus Nigeria

Eine Delegation aus Parlamentariern und Mitarbeiter:innen der Parlamentsverwaltung aus Nigeria kam heute im Rahmen eines dreitägigen Besuchs in Wien mit Bundesratspräsidentin Claudia Arpa zu einem Gespräch zusammen. Zentrale Themen des Austausches waren die Demokratiebildung und die Beteiligung von jungen Menschen sowie von Frauen an Politik und Demokratie.

Claudia Arpa zeigte sich erfreut, dass der Besuch der nigerianischen Delegation stattfinden konnte. Schließlich verbinden Österreich und Nigeria langjährige diplomatische Beziehungen. Weil gut funktionierende Parlamente essenziell für starke Demokratien seien, unterstütze das österreichische Parlament internationale Kooperationen sowohl auf der Ebene der Politik als auch der Verwaltung, betonte Arpa.

Die Delegation unter der Leitung des Minderheitsführers im nigerianischen Senat Simon Davou Mwadkwon zeigte sich dankbar für den Erfahrungsaustausch im Rahmen des Besuchs. Die Gruppe traf bereits mit Parlamentsdirektor Harald Dossi sowie mit mehreren Expert:innen der Parlamentsdirektion zusammen, die Einblicke in das politische System, den Budgetdienst und das Besucher:innenzentrum des österreichischen Parlaments gaben. Auf dem Programm stehen außerdem noch Gespräche über die genaue Funktionsweise des Nationalrats.

Austausch über Demokratiebildung und Frauenbeteiligung

Weil der Fokus ihrer Präsidentschaft auf jungen Menschen liegt, thematisierte Bundesratspräsidentin Claudia Arpa insbesondere die österreichischen Angebote der Demokratievermittlung. Sie zeigte sich interessiert an den Initiativen des nigerianischen Parlaments, um junge Menschen zu erreichen. Man stehe in Nigeria tatsächlich vor einer Herausforderung, was die Partizipation junger Bürger:innen betreffe, legte Simon Davou Mwadkwon dar. Er und seine Parlamentarierkollegen zeigten sich beeindruckt von den Anstrengungen des österreichischen Parlaments, insbesondere vom Besucher:innenzentrum "Demokratikum – Erlebnis Parlament". Man wolle die Erkenntnisse mitnehmen, um auch in Nigeria ähnliche Angebote verwirklichen zu können, so die Mitglieder der Delegation.

Die Bundesratspräsidentin sprach auch die Wichtigkeit der Beteiligung von Frauen in Politik und Parlamentarismus an. Mwadkwon legte dar, dass kulturelle, religiöse und rechtliche Faktoren beim Weg von Frauen in die Politik eine Rolle spielen. Es gebe aber verschiedenste Anstrengungen, den Anteil weiblicher Abgeordneter zu erhöhen. Die Arbeit der Abgeordneten im Parlament und in den Wahlkreisen, das Parteiensystem und auch das Thema Frauenbeteiligung standen im Fokus einer Aussprache mit der Bilateralen Parlamentarischen Gruppe Österreich – Afrika Südlich der Sahara, zu dem die Delegation am Vortag mit den Abgeordneten Axel Kassegger (FPÖ), Nico Marchetti (ÖVP), Sibylle Hamann (Grüne) und Henrike Brandstötter (NEOS) zusammengekommen war. (Schluss) kar

HINWEIS: Fotos von diesem Besuch finden Sie im Webportal des Parlaments .


OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS. www.ots.at
(C) Copyright APA-OTS Originaltext-Service GmbH und der jeweilige Aussender. Pressedienst der Parlamentsdirektion – Parlamentskorrespondenz

BesuchBundesratDelegationNigeria
Comments (0)
Add Comment