Wer verwendet in Österreich wie viel Zeit wofür? Wer übernimmt die Hausarbeit, die Kinderbetreuung? Und besonders: Wie teilt sich diese Zeit zwischen den Geschlechtern auf? „Diese Fragen scheinen die Regierung nicht zu interessieren, dabei scheint es hier gerade bei Teilen der ÖVP große Wissenslücken zu geben. Wer weiß, wie viel Last auf den Schultern der Frauen ruht, fragt nicht, wie jüngst der Bundeskanzler, warum so viele von ihnen in Teilzeit arbeiten“, hält die stv. Klubvorsitzende und SPÖ-Frauensprecherin Eva-Maria Holzleitner die Relevanz der Studie fest und kritisiert die Vertagung eines entsprechenden Gesetzesantrags der SPÖ. ****
Zuletzt 2007 durchgeführt soll es laut der Frauenministerin in diesem Jahr eine Aktualisierung der Zeitverwendungsanalyse geben. Besonders das Wissen über die Unterschiede zwischen den Geschlechtern dient als Basis für politische Entscheidungen, weshalb sich die SPÖ im Gleichbehandlungsausschuss dafür einsetzt, endlich regelmäßige Studien umzusetzen. „In den letzten 16 Jahren hat sich die Welt massiv verändert, der Abstand zwischen den Studien ist schlicht zu lange. Wir fordern daher eine gesetzliche Verpflichtung, dass es künftig alle drei Jahre eine wissenschaftliche Zeitverwendungsstudie gibt.“ Es sei enttäuschend, dass ÖVP und Grüne sich nicht überwinden konnten, dem Gesetzesantrag der SPÖ zuzustimmen und ihn stattdessen auf die lange Bank schoben.
Ein großer Erfolg war die einstimmige Annahme des SPÖ-Antrags zur Wiedereinführung des Käthe-Leichter-Staatspreises: „Engagement und Druck im Sinne der Frauen machen sich bezahlt“, freut sich die stv. Klubvorsitzende. „Sichtbarkeit von Frauen und die Ehrung von jenen, die Großes im Bereich der Gleichstellung leisten, ist wesentlich! Dass der Käthe-Leichter-Preis diesen November wieder verliehen wird, ist ein großer Erfolg und endlich wieder die verdiente Würdigung für Käthe Leichter, einer großen Pionierin der Frauenforschung.“ (Schluss) ts/ls
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