ÖGB-Reischl: „Brauchen mehr Personal und Budget beim AMS!“

Die Arbeitslosenzahlen steigen und die Wirtschaftsleistung geht zurück. Der Bedarf an Fachkräften werde aber auch in den kommenden Jahren nicht nachlassen und „kann nur gestillt werden, wenn auch ausreichend konkrete Weiterbildungs- und Umschulungsmaßnahmen angeboten werden“, sagt Ingrid Reischl, ÖGB Bundesgeschäftsführerin, anlässlich der aktuellen Arbeitsmarktdaten. 

Mit den geplanten Einsparungen beim AMS werde das aber nicht gelingen, ist Reischl überzeugt: „Wenn es keine zusätzlichen Mittel gibt, wird das AMS-Budget im Jahr 2024 deutlich sinken. Dadurch wird es Einsparungen vor allem bei der Überbetrieblichen Ausbildung, bei Projekten für Langzeitarbeitslose, Förderprogrammen für Frauen oder bei Bildungsmaßnahmen für Erwachsene geben.“  Allein für eine Qualifizierungsoffensive im Bereich Digitalisierung und Green Jobs bräuchte es 100 bis 150 Millionen Euro und 280 bis 450 zusätzlichen Planstellen im AMS.  

Viele notwendige zukünftige Aufgaben, die Bundesminister Martin Kocher dem AMS auch im Rahmen der arbeitsmarktpolitischen Zielvorgaben aufgetragen hat, „werden nicht erfüllt werden können. Insbesondere die von ihm immer wieder angesprochen Qualifizierungsoffensive lässt sich nicht finanzieren“, warnt die ÖGB Bundesgeschäftsführerin.  

Reischl verlangt daher erneut, „einen Schub in der aktiven Arbeitsmarktpolitik. Das Schönreden der aktuellen Lage am Arbeitsmarkt, so wie gestern in der ORF-Pressestunde, nützt nichts. Wir brauchen endlich ernsthafte Bemühungen, um jene, die von Arbeitslosigkeit betroffen sind, gut zu unterstützen und fit für die Jobs der Zukunft zu machen! Dafür braucht das AMS aber ausreichend Ressourcen, und zwar sowohl an Budget als auch an Personal”, so Reischl abschließend. 

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