Voglauer/Rössler zu Bodenschutz: Länder sind aufgefordert dem 2,5-Hektar-Ziel nicht mehr im Weg zu stehen

Wie eine heute veröffentlichte Umfrage von Greenpeace zeigt, sind Österreichs Bundesländer beim Bodenschutz unterschiedlich ambitioniert. Aber nur mit einem verbindlichen Zielwert von maximal 2,5 Hektar Flächenverbrauch täglich kann der jahrelange Trend des Flächenfraßes eingedämmt werden. „Zu diesem Ziel, müssen sich alle Bundesländer bekennen, denn es geht um nichts weniger als die Rettung unserer Lebensgrundlage“, ist sich die Grüne Generalsekretärin Olga Voglauer sicher. „Wenn die Bundesländer beim Betonieren und Asphaltieren so weiter machen wird wie bisher, werden unsere Enkelkinder keinen einzigen Erdapfl mehr anbauen können. Weil’s schlicht keinen Quadratmeter fruchtbaren Boden mehr gibt.“
 
Die Umweltsprecherin der Grünen, Astrid Rössler, findet die Umfrageergebnisse äußerst alarmierend: „Mit dieser dürftigen Gesprächsbereitschaft haben einige Länder und allen voran auch der Gemeindebund den Ernst der Lage offenbar noch immer nicht erkannt. Gesunder Boden bedeutet Hochwasserschutz, Hitzeschutz und Klimaschutz. Denn im Beton versickert kein Regenwasser, Asphalt kühlt nicht ab. Das muss spätestens nach diesem Sommer der extremen Hitzewellen, Dürren, Hochwasser und Murenabgänge doch auch den Zögerlingen und Blockierern einleuchten“, kommentiert Rössler die Umfrageergebnisse. 
 
„Es reichen hier keine Lippenbekenntnisse. Wir brauchen eine Allianz aus Bund, allen Ländern und Gemeinden, die sich hinter ehrlichen, konkreten Bodenschutzzielen versammelt. Womit Schluss sein muss, ist altes Denken à la Riedl, Nevrivy und Co, die glauben unsere Böden sind ein Selbstbedienungsladen, bei dem man ungeniert aus Beton Profit machen kann. Solche schwindligen Grundstücksdeals zerstören nicht nur Vertrauen, sie verspielen die Zukunft unserer Kinder und Enkel“, schließt Voglauer.

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