Wien (OTS) – „Wir erhalten seit dem Sozialausschuss letzte Woche etliche Anfragen von Schwangeren, die sich um ihren Karenzanspruch sorgen. Einhelliger Tenor ist, dass die Neuregelung Müttern zwei Monate Karenz kostet, ohne die Väterbeteiligung zu erhöhen“, sagt Barbara Teiber, Vorsitzende der Gewerkschaft GPA. ++++
„Schwangere Mitglieder berichten uns, dass ihre Männer entweder nicht in Karenz gehen wollen oder aus finanziellen Gründen – weil Männer immer noch mehr verdienen als Frauen – nicht können. Ausreichend Kinderbetreuung, um bald wieder in den Beruf einsteigen zu können, gibt es ebenfalls vielfach nicht. Übrig bleiben Jungmütter, denen diese Regierung ihren Karenzanspruch raubt“, sagt die Gewerkschafterin und führt aus: „Einzelne Frauen sagen uns, dass sie überlegen, ihren Job zu kündigen, um die fehlende Kinderbetreuung zu überbrücken. Das verschärft die Lage am Arbeitsmarkt nur weiter.“
Teiber erklärt: „Die Regierung soll endlich die Kinderbetreuung, vor allem im ländlichen Raum, ausbauen und Frauen ermöglichen, arbeiten zu gehen. Stattdessen streicht sie Teile der Karenz. Das ist eine Frechheit gegenüber vielen Frauen, die immer noch keine andere Möglichkeit haben, als beim Kind zu Hause zu bleiben.“
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