Das Umweltbundesamt hat heute die vorläufigen Treibhaugas-Emissionsdaten im „Nowcast“ vorgestellt. Die Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 sieht es positiv, dass die Kurve in die richtige Richtung zeigt und die Emissionen vom Jahr 2021 auf 2022 reduziert werden konnten. Jetzt müssen wichtige gesetzliche Schritte endlich umgesetzt werden. „Die Reduktion, die wir hier sehen können, ist nur ein erster Babyschritt. Um unsere Ziele zu erreichen und echten Klimaschutz für Österreich durchzusetzen, brauchen wir endlich große, mutige Schritte. Wir fordern, dass die österreichische Bundesregierung ihre restliche Legislaturperiode sinnvoll nutzt und wirksamen Klimaschutz, der zu einer langfristigen Emissionreduktion führt, vorantreibt“, fordert Viktoria Auer, Klima- und Energiesprecherin von GLOBAL 2000.
Das Jahr 2022 war geprägt von Energiekrise, Teuerung und einem warmen Winter. Durch die hohen Preise für Heizung, Strom und Treibstoff, haben die Menschen in Österreich viel Energie eingespart. Ein sehr milder Winter hat auch dazu beigetragen, dass weniger Energie zum Heizen verbraucht wurde. „Klimaschutz und die Bilanz unserer Emissionen sollte nicht von äußeren Umständen abhängig sein. Warme Winter und wirtschaftliche Ausnahmezustände dürfen nicht der maßgebliche Grund für eine Reduktion der Emissionen sein. Wir brauchen jetzt gezielte Maßnahmen und einen konkreten Plan, wie wir die Klimaneutralität 2040 sicher erreichen können“, fordert Auer und verweist auf fehlende Gesetze. „Wenn wir wollen, dass die Emissionen kontinuierlich bis 2040 auf null sinken, dann brauchen wir einen Fahrplan, der uns dort hin bringt. Die nächsten wichtigen Schritte sind nun das Klimaschutzgesetz und das Erneuerbaren Wärmegesetz – damit kann die Regierung sicherstellen, dass wir langfristig auf dem richtigen Weg sind und Emissionsreduktionen keine Frage des Zufalls sind.“
GLOBAL 2000 fordert heute allen voran Bundeskanzler Nehammer auf, sich endlich mit den wichtigen Themen unserer Zeit auseinanderzusetzen. Eine Gesprächseinladung mit der österreichischen Klimawissenschaft und Klima-Expert:innen liegt auf dem Tisch. Der Bundeskanzler muss endlich erkennen, dass die Klimakrise auch den Menschen in Österreich zu schaffen macht. „Der Sommer 2023 sollte nun auch Bundeskanzler Nehammer vor Augen geführt haben, was die Klimakrise für Österreich bedeutet und was sie uns in Zukunft kosten wird. Unwetter, Murenabgänge und Überschwemmungen haben viele Menschen vor riesige Herausforderungen gestellt. Betroffene haben ihr Hab und Gut verloren und mussten teilweise aus ihren Häusern evakuiert werden. In der Landwirtschaft führen die Folgen dieser Extremwetterereignisse auch bei immer mehr zu Ernteeinbußen, hohen Kosten für die Behebung entstandener Schäden und im schlimmsten Fall zum Verlust ihrer wirtschaftlichen Existenz“, so Auer. „Die Lösungen müssen nicht neu erfunden, sondern nur endlich umgesetzt werden. Die Bundesregierung hat nun noch knapp ein Jahr Zeit, um wichtige Gesetzesvorhaben wie das Klimaschutzgesetz und das Erneuerbaren Wärmegesetz auf den Weg zu bringen. Wir haben keine Zeit mehr zu verlieren, denn durch gezielten Klimaschutz und auch Klimaanpassungsmaßnahmen können wir es schaffen, das Leben in Österreich auch in Zukunft sicher zu gestalten.“
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS. www.ots.at
(C) Copyright APA-OTS Originaltext-Service GmbH und der jeweilige Aussender. GLOBAL 2000