Oö. Volksblatt: „Generationenfrage“ (von Herbert SCHICHO)

Nach X, Y kommt das Z. Naheliegend wäre es also schon, dass man die heutige „Generation Z“ – also Menschen, die zwischen 1995 und 2010 geboren und mit dem Smartphone aufgewachsen sind – zur letzten Generation stempelt. Ob man mit Klebstoff den Weltuntergang aufhalten kann? Außerdem wusste schon Nestroys Lumpazivagabundus, dass die Welt nicht mehr lange steht.
Man könnte sich aber auch an Titus Feuerfuchs halten, der in Nestroys Talisman singt: „Ja, die Zeit ändert viel …“ Und daran glaubt offensichtlich auch die Jugend, die durchaus optimistisch in die Zukunft blickt. Der in der Jugendstudie belegte Wunsch nach einem Eigenheim ist aber auch ein Auftrag: Denn eine Gesellschaft muss ihrer Jugend Perspektiven geben, für die es lohnt, sich anzustrengen. Ziele, die aber auch erreichbar sind. Wenn das eigene Haus nicht mehr durch Arbeit, sondern nur mehr per Lottoschein möglich wird, ist die Politik gefordert. Und auch ein weiteres Ergebnis sollte die Politik aufrütteln: Für mehr als die Hälfte der jungen Menschen (59 Prozent) mischt sich der Staat zu viel in die privaten Angelegenheiten ein.
Übrigens hat die Generationenforschung nun das Alphabet gewechselt: Die ab 2010 Geborenen werden in der Generation Alpha zusammengefasst.

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