Oö. Volksblatt: „Automatisch“ (von Herbert SCHICHO)

Es ist gesetzlich klar definiert, um wie viel die Pensionen pro Jahr steigen … und für das kommende Jahr wären das (voraussichtlich) 9,7 Prozent – eine historische Pensionserhöhung. Heuer wurden die Pensionen trotz höherer Inflation um 5,8 Prozent erhöht, im kommenden Jahr bekommen die Pensionisten dafür vermutlich um das Doppelte mehr als die Inflation ausmachen wird. Der Automatismus ist der Logik einer stabilen Inflation geschuldet. Sollte die Inflation weiterhin solche Achterbahnfahrten machen, müsste man den Automatismus anpassen. Aber derzeit ist es wohl gescheiter, solche „Irritationen“ einzeln anzupacken. Heuer wurden dafür Einmalzahlungen gewählt, um Härtefälle bei kleinen Pensionen abzufedern. Im kommenden Jahr könnte ein Deckel helfen, damit Luxuspensionisten nicht im Geld ertrinken. Aber trotzdem wird es wohl politische Debatten geben. Nicht nur wegen des Sommerlochs, sondern auch zum Aufwärmen für die Herbstlohnrunde. Übrigens stünde diese fast
10- prozentige Erhöhung auch den Politikern zu … und dieser Automatismus führt fast automatisch zu Debatten samt Verzichtsaufforderungen und Verzichtserklärungen. Vielleicht sollte man diesmal einen zweijährigen Abschluss machen, dann hätte man im Herbst 2024 zumindest einen Wahlkampfaufreger weniger.

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