Hinterher weiß man vieles besser. Würde niemand aus der Vergangenheit lernen, säßen wir vermutlich heute noch im Lendenschurz in einer Höhle. Viele Lernprozesse dauern aber lange und auch die erdachten Maßnahmen oft länger, als es unsere schnelllebige Zeit fordert, oder wir uns wünschen würden. Gerade die politische Arbeit wird durch Diskurs und demokratische Abläufe meist in die Länge gezogen. Oft dauert es Wochen, Monate oder gar Jahre, bis wichtige Reformen umgesetzt werden. Selten, aber doch, wird man dann von der Geschichte überrascht und ist zum raschen Handeln gezwungen. Dann geht es um wenige Tage. Ein Wimpernschlag in der Zeitrechnung der Politik. Es müssen schnell Lösungen gefunden werden. Der Weg zu diesen Lösungen verliert dabei an Bedeutung. Was zählt ist das Ergebnis. Wenn sich die Hektik dann wieder legt, ist es Zeit zu reflektieren und aus den Erfahrungen zu lernen. Der Rechnungshof bestätigt in seinem Bericht zu den Impfstoffbeschaffungen während der Pandemie genau diesen Ablauf und die Regierung hat schon längst mit dem Learning begonnen. Während Schwarz-Grün die richtigen Lehren aus der Pandemie zieht, spielen SPÖ und FPÖ noch immer die Balkon-Muppets. Nur: Besserwisser braucht halt niemand.
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