Anlässlich der Fachtagung von pro mente Austria (11.05.2023, Klagenfurt) mit dem Motto „Die Entwicklung unserer psychischen Gesundheit – Vom Jetzt aus unsere Zukunft gut gestalten“ nahm pro mente Austria Präsident Priv.-Doz. Dr. Günter Klug zu den Auswirkungen der aktuellen multiplen Krisen und ihren Folgen für die psychische Gesundheit Stellung.
Das Dilemma rund um Vorsorge und Versorgung im „Psy“-Bereich ist derzeit in aller Munde. Berufsgruppen, die im psychosozialen und/oder sozialpsychiatrischen Bereich tätig sind, wie z.B. Psychiater:innen, Psycholog:innen und Psychotherapeut:innen sowie diverse Organisationen, Angehörigen- und Betroffenen-Vertreter:innen schlagen Alarm: Es gibt in Österreich große Probleme und riesige Lücken in der psychosozialen und sozialpsychiatrischen Versorgung, beginnend bei Kindern und Jugendlichen bis hin zu älteren und alten Menschen mit Demenz.
Im Zuge der diesjährigen Fachtagung von pro mente Austria, dem Dachverband von 25 gemeinnützigen Organisationen, die in Österreich im psychosozialen und sozialpsychiatrischen Bereich tätig sind, werden die aktuellen Probleme diskutiert und Lösungsmöglichkeiten für die Zukunft aufgezeigt.
Versäumnisse der Vergangenheit rächen sich
pro mente Austria-Präsident Priv.-Doz. Dr. Günter Klug findet klare Worte: „Versäumnisse der Vergangenheit rächen sich jetzt bitter. Wir warnen schon seit Jahren, weisen immer wieder auf Schwachstellen hin und zeigen auch Möglichkeiten auf, doch die Verantwortlichen aus der Politik setzen einfach nicht die notwendigen Schritte. Dabei sind Lösungen, die auch nachhaltig sind, gerade jetzt und mit Blick auf die Zukunft dringend notwendig! Oder wollen wir bei der ‚Loch-auf-Loch-zu-Politik‘ bleiben?“
Fehler werden auf dem Rücken der Betroffenen ausgetragen
Alle Folgen dieser Desaster müssen die betroffenen Menschen tragen, so der Psychiater und Psychotherapeut Klug, denn ihnen fehle nun die notwendige Versorgung: „Das geht so weit, dass sich zum Beispiel betroffene Jugendliche gezwungen sehen, selbst an die Öffentlichkeit zu gehen (Anm.: siehe changefortheyouth), um sich und ihre Freunde zu schützen und zu unterstützen. Das kann nicht Ziel eines sich aus jeder Sichtweise sozial positionierenden Staates sein.“
Das Statement in voller Länge finden Sie hier
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