Grüne Wien/Prack: Mehr Konsequenz im Kampf gegen Abriss-Spekulation

Der Wohnbausprecher der Wiener Grünen Georg Prack begrüßt die Ankündigungen des Wohnbauressorts zum Schutz von Altbauten, den die Grünen seit Jahren vehement einfordern: "Servicestelle und Schwerpunktkontrollen sind Schritte, die wir schon lange fordern. Es braucht aber auch klare Konsequenzen, wenn Missstände bekannt werden. Denn häufig wird Abriss-Spekulation zwar rechtzeitig entdeckt, die Stadt geht dann aber nicht konsequent gegen die Spekulation vor", kritisiert der grüne Wohnbausprecher Georg Prack.

30 Altbauten wurden in Wien alleine 2022 zum Abriss freigegeben. Die Grünen Wien fordern deshalb den konsequenteren Einsatz bestehender Instrumente und strengere Bauordnungsregeln: "Das Mietrecht erlaubt es, eine Frist für Sanierungsmaßnahmen zu setzen. Bei groben Zuwiderhandeln kann die Stadt Häuser sogar in Zwangsverwaltung übernehmen und auf Kosten der Eigentümer:innen sanieren. Wenn die Stadt diese Regeln konsequent anwendet, dann ist das Signal, dass sich Abriss-Spekulation nicht mehr auszahlt. Gleichzeitig muss die wirtschaftliche Abbruchreife ersatzlos gestrichen werden. Damit würde das größte Einfallstor für Wohnraub durch Abriss-Spekulation geschlossen”, fordert Prack abschließen.

Ein 5-Punkte-Plan der Wiener Grünen liegt seit fast einem Jahr auf dem Tisch und harrt der Umsetzung:

  1. Abschaffung der wirtschaftlichen Abbruchreife
  2. Erhöhung der Strafen
  3. Zwangsmaßnahmen gegen Spekulant:innen konsequent einsetzen
  4. Schutzzonen ausbauen und Schutz stärken
  5. Einführung einer Leerstandsabgabe

Mehr Informationen zum 5-Punkte-Plan unter https://wien.gruene.at/news/wohnen/abriss-spekulation-stoppen/

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